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Unsere aktuelle Investmentstrategie

apoStrategie

Unser Blick auf die Kapitalmärkte | Ausgabe Juni 2026

CIO-Statement: Unternehmensgewinne halten Märkte auf Kurs

Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank
„Die Kapitalmärkte bleiben durch geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise geprägt, zeigen sich jedoch dank solider Unternehmensgewinne bemerkenswert widerstandsfähig. Vor diesem Hintergrund halten wir an einer insgesamt neutralen Aktienpositionierung fest. Regional setzen wir weiterhin klare Akzente zugunsten der Schwellenländer, während Europa und Japan aufgrund struktureller Belastungen untergewichtet bleiben.

An den Rentenmärkten sorgt der inflationsbedingte Renditeanstieg für Gegenwind. Dennoch bieten ausgewählte Segmente attraktive Ertragschancen. Wir bleiben daher insgesamt neutral positioniert, bevorzugen jedoch Unternehmensanleihen sowie Staatsanleihen aus den Schwellenländern, die ein überzeugendes Rendite‑Risiko‑Verhältnis aufweisen.
Gold behält seine strategische Rolle als Absicherungsinstrument. Kurzfristige Schwankungen durch Zins- und Dollarbewegungen ändern nichts an seiner Funktion als Stabilitätsanker im Portfolio. Unsere Positionierung bleibt damit bewusst ausgewogen und auf Stabilität ausgerichtet, ohne auf selektive Renditechancen zu verzichten.“

Unser Blick auf Konjunktur & Geldpolitik

Der Krieg im Nahen Osten bremst das Wachstum der Weltwirtschaft erkennbar ab. Wir erwarten für die kapitalmarktrelevanten Volkswirtschaften allerdings weder eine Stagflation noch eine Rezession.

Die Wirtschaft in den USA wächst aufgrund der expansiven Fiskalpolitik sowie geringerer Zolleffekte ähnlich wie im Vorjahr. Der Arbeitsmarkt bleibt ein Schwachpunkt der US-Konjunktur. Der Investitionsboom in KI-Ausrüstungen hält weiter an. In China schwächelt die Binnenwirtschaft, während der Export boomt. Die Hoffnung auf einen kräftigen Aufschwung in Deutschland ist nach Ausbruch des Kriegs in Nahost bereits wieder verpufft.

Die Inflation im Euroraum zieht in den nächsten Monaten wegen höherer Energiepreise deutlich an. Der Effekt auf die Kerninflation ist allerdings kleiner. In den USA ergibt sich ein ähnliches Bild. Nennenswerte Zweitrundeneffekte zeichnen sich nicht ab.

Von der US-Notenbank Fed erwarten wir die nächsten Leitzinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte im Dezember und März. Im Gegensatz dazu wird die EZB unserer Einschätzung nach den Leitzins im Juni und September um jeweils 0,25 Prozentpunkte erhöhen.

Unsere Analyse der Entwicklung an den Finanzmärkten

Der Iran-Konflikt ist weiterhin ungelöst, wird aktuell jedoch durch solide Unternehmensgewinne abgefedert. Vor diesem Hintergrund ist eine neutrale Ausrichtung bei Aktien derzeit sinnvoll. Regional setzen wir weiterhin auf eine Übergewichtung der Schwellenländer, während wir Europa und Japan in gleichem Maße untergewichten.

Die Anleihemärkte stehen wegen steigender Inflationserwartungen unter Druck. Wir behalten unsere neutrale Positionierung bei und setzen selektive Akzente: Übergewicht von Unternehmensanleihen sowie Schwellenländer-Staatsanleihen, finanziert durch ein Untergewicht japanischer Staatsanleihen.


An den Rohstoffmärkten belasten die steigenden Renditen den Goldpreis, langfristig sehen wir aber weiterhin deutliches Anstiegspotenzial. Der Ölpreis verbleibt aufgrund der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus auf erhöhtem Niveau. 

Der US-Dollar ist in einem intakten Abwertungstrend. Daran ändert auch die kurzfristige Unterstützung durch den Iran-Krieg nichts. Mittelfristig überwiegen beim Greenback die strukturellen Belastungsfaktoren.

Unser Ausblick

Mit dieser Ent­wicklung rechnen wir bei den wichtig­sten Kenn­zahlen:
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Unsere Anlagestrategie

So gewichten wir der­zeit bei der Geld­anlage:
 
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Detaillierter Blick

Aktuelle prozentuale Auf­teilungen inner­halb eines aus­ge­wogenen Port­folios:
 
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* Eine positive taktische Ein­schätzung (+ oder ++) führt zu einem höheren Ge­wicht der Anlage­klasse als in der Bench­mark. Eine negative taktische Ein­schätzung (- oder - -) zieht eine geringere Ge­wichtung der Anlage­klasse als in der Bench­mark nach sich.
Die Aktienmärkte konnten im Mai trotz des anhaltenden Iran‑Konflikts erneut Kursgewinne verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür war die gute Gewinnentwicklung der Unternehmen, die den geopolitischen Belastungen entgegenwirkte. Vor diesem Hintergrund behalten wir die neutrale Aktienquote bei. Innerhalb der regionalen Allokation gewichten wir weiterhin Europa und Japan unter, während wir die Schwellenländer aufgrund ihrer guten wirtschaftlichen Perspektiven übergewichten.

Im Rentenbereich halten wir an unserer neutralen Positionierung fest. Das Untergewicht in japanischen Staatsanleihen wird durch Übergewichtungen in Unternehmensanleihen (Investment Grade und High Yield) sowie in Staatsanleihen aus Schwellenländern ausgeglichen. Bei Staatsanleihen aus den USA und Europa ist die Positionierung hingegen neutral.

Wegen der strukturell hohen Nachfrage von Investoren und Zentralbanken sehen wir langfristig weiteres Kurspotenzial und halten an der Goldposition fest.

Download der Gesamtausgabe

Die aktuelle Ausgabe der apoStrategie - Unser Blick auf die Kapital­märkte können Sie hier als PDF down­loaden. Bitte beachten Sie dazu die unten­stehenden Hin­weise.
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