Zum Inhalt springen

Unsere aktuelle Investmentstrategie

apoStrategie

Unser Blick auf die Kapitalmärkte | Ausgabe Oktober 2026

CIO-Statement: Widerstandskraft zahlt sich aus

Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank
„Die Kapitalmärkte haben in den vergangenen Monaten eindrucksvoll bewiesen, dass steigende Renditen nicht zwangsläufig das Ende des Aufschwungs bedeuten. Unternehmensgewinne entwickeln sich weiterhin solide, während die Wirtschaft in den großen Industrieländern widerstandsfähiger bleibt als erwartet. Gleichzeitig sorgt die fortschreitende Digitalisierung und insbesondere die Dynamik rund um Künstliche Intelligenz für zusätzliche Wachstumsimpulse.

Daher bleiben wir konstruktiv für Aktien positioniert und halten an unserer Übergewichtung fest. Den Schwerpunkt legen wir weiterhin auf Schwellenländer, die USA und Japan. Auf der Rentenseite reduzieren wir unsere Gewichtung durch den Verkauf japanischer Staatsanleihen.Den vollständigen Abbau dieser Position gleichen wir durch selektive Engagements in Unternehmensanleihen sowie ausgewählten Staats- und Schwellenländeranleihen mit kürzeren Laufzeiten aus. In diesen Segmenten bleiben wir positiv. Die Renditen stellen einen guten Puffer für eventuelle Renditeanstiege dar, aber bieten insbesondere auch Kurschancen, wenn der Inflationsdruck im nächsten Jahr nachlässt. Längere Laufzeiten sehen wir trotz der höheren Renditen weiterhin kritisch."

Unser Blick auf Konjunktur & Geldpolitik

  • Das Wachstum der Weltwirtschaft erweist sich als äußerst widerstandsfähig. Die kapitalmarktrelevanten Volkswirtschaften können sich gegen den Öl-Schock infolge des Iran-Kriegs behaupten. Es drohen weder eine Stagflation noch eine Rezession.
  • Die Wirtschaft in den USA wächst aufgrund der expansiven Fiskalpolitik sowie geringerer Zolleffekte ähnlich wie im Vorjahr. Der KI-Investitionsboom setzt sich fort. In China bleibt die Binnenwirtschaft schwach, während der Export boomt. In Deutschland gelingt der Wirtschaft nach mehrjähriger Stagnation erstmals wieder nennenswertes Wachstum, das jedoch erst durch das Schuldenpaket möglich wurde.
  • Die Inflation im Euroraum bleibt in den nächsten Monaten wegen gestiegener Energiepreise deutlich erhöht. In den USA erwarten wir bis Jahresende Fortschritte bei der Rückführung der Inflation in Richtung des Inflationsziels. Nennenswerte Zweitrundeneffekte zeichnen sich nicht ab.
  • Nach den Leitzinserhöhungen im September erwarten wir von der EZB und der US-Notenbank Fed nur noch einen weiteren Schritt in diesem Jahr. Am Markt wird bis Mitte nächsten Jahres eine zu starke zinspolitische Reaktion der beiden Zentralbanken erwartet.

Unsere Analyse der Entwicklung an den Finanzmärkten

  • Trotz höherer Renditen, gestiegener Energiepreise und geopolitischer Spannungen erweisen sich Konjunktur und Unternehmensgewinne als robust. Vor diesem Hintergrund behalten wir das Übergewicht in Aktien bei und setzen regional auf eine Übergewichtung der Schwellenländer, Japans und der USA.
  • Wir positionieren uns bei Renten insgesamt neutral, mit selektiven Über- und deutlichen Untergewichtungen. Unternehmens- und Schwellenländeranleihen sowie europäische Staatsanleihen am kurzen Ende halten wir für attraktiv. US-Treasuries verbleiben in der Neutralität. Bei japanischen Staatsanleihen bauen wir unsere Position vollständig ab.
  • An den Rohstoffmärkten sehen wir langfristig Anstiegspotenzial für den Goldpreis. Der Ölpreis verbleibt wegen des andauernden Iran-Konflikts auf erhöhtem Niveau. 
  • Aus fundamentaler Sicht bleibt der US-Dollar weiter überbewertet. Politische Risiken in Europa verhindern jedoch eine Aufwertung des Euros. Wir halten an unserer seitwärts gerichteten Wechselkursprognose von 1,15 US-Dollar je Euro in zwölf Monaten fest.

Unser Ausblick

Mit dieser Ent­wicklung rechnen wir bei den wichtig­sten Kenn­zahlen:
Die Darstellung ist nicht barrierefrei. Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns bitte an hausmeinung@apobank.de Vergrößrn
Schließen Die Darstellung ist nicht barrierefrei. Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns bitte an hausmeinung@apobank.de

Unsere Anlagestrategie

So gewichten wir der­zeit bei der Geld­anlage:
 
Die Darstellung ist nicht barrierefrei. Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns bitte an hausmeinung@apobank.de Vergrößrn
Schließen Die Darstellung ist nicht barrierefrei. Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns bitte an hausmeinung@apobank.de

Detaillierter Blick

Aktuelle prozentuale Auf­teilungen inner­halb eines aus­ge­wogenen Port­folios:
 
Die Darstellung ist nicht barrierefrei. Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns bitte an hausmeinung@apobank.de Vergrößrn
Schließen Die Darstellung ist nicht barrierefrei. Bei Fragen hierzu schreiben Sie uns bitte an hausmeinung@apobank.de
* Eine positive taktische Ein­schätzung (+ oder ++) führt zu einem höheren Ge­wicht der Anlage­klasse als in der Bench­mark. Eine negative taktische Ein­schätzung (- oder - -) zieht eine geringere Ge­wichtung der Anlage­klasse als in der Bench­mark nach sich.
Wir profitierten im September von der positiven Aktienmarktentwicklung und gewichten Aktien wegen des konjunkturellen Umfelds und der positiven Gewinnentwicklung der Unternehmen auch im Oktober weiterhin über. Die regionale Ausrichtung bleibt dabei erhalten. Das höchste Übergewicht halten wir bei den Schwellenländern, es folgen Japan und die USA. Europa gewichten wir wegen der schwächeren Gewinndynamik weiterhin unter.

Fiskalische Sorgen bleiben ein Treiber steigender Renditen am langen Ende der Staatsanleihekurven. Vor diesem Hintergrund bauen wir unsere Positionierung japanischer Papiere vollständig ab und sind somit im Rentensegment insgesamt neutral positioniert. Demgegenüber bleiben wir bei Unternehmensanleihen, Schwellenländeranleihen sowie europäischen Staatsanleihen am kurzen Ende konstruktiv eingestellt. Bei US-Treasuries sind wir gegenüber der Benchmark neutral in unserer Einschätzung. 

Wegen der strukturell hohen Nachfrage von Investoren und Zentralbanken sehen wir trotz der Belastung durch die anziehenden Renditen langfristig weiteres Kurspotenzial und halten an unserer Goldposition fest.

Download der Gesamtausgabe

Die aktuelle Ausgabe der apoStrategie - Unser Blick auf die Kapital­märkte können Sie hier als PDF down­loaden. Bitte beachten Sie dazu die unten­stehenden Hin­weise.
Haben Sie unsere Investment­strategie schon abonniert? Melden Sie sich hier zu unserem News­letter apoStrategie an.
Hinweise
Diese Publikation ist eine Kunden­information im Sinne des Wert­papier­handels­gesetzes. Sie stellt keine individuelle Wert­papier-, Ver­mögens- oder Anlage­beratung oder ein Ver­trags­ange­bot dar und ist nicht als Empfehlung zu einer be­stimmten Geld­anlage zu ver­stehen.

Adressat
Diese Publikation ist aus­schließlich für Kundinnen und Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) mit Wohn­sitz und Aufenthalts­ort in Deutsch­land be­stimmt und dient allein zu Infor­mations­zwecken. Sie richtet sich insbe­sondere nicht an Personen mit Wohn­sitz oder Aufenthalts­ort in Groß­britannien, den USA oder Kanada, auch wenn es sich um Kundinnen und Kunden der apoBank handelt.

Darstellung von Wert­entwicklungen
Angaben zur bisherigen Wert­entwicklung er­lauben keine ver­lässliche Pro­gnose für die Zu­kunft. Die Wert­entwick­lung kann durch Währungs­schwankungen be­ein­flusst werden, wenn die Basis­währung des Wert­papiers/ Indexes von EURO ab­weicht.

Disclaimer
Die apoBank wird be­aufsichtigt durch die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (BaFin), Grau­rhein­dorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frank­furt am Main sowie die Euro­pä­ische Zentral­bank (EZB), Sonne­mann­straße 20, 60314 Frank­furt am Main. Diese Publika­tion be­ruht auf von der apoBank nicht über­prüf­baren, allge­mein zu­gäng­lichen Quellen, die wir für zu­ver­lässig halten, für deren Richtig­keit und Voll­ständig­keit wir je­doch keine Ge­währ über­nehmen können. Sie gibt die un­ver­bindliche Auf­fassung der apoBank über den Markt und die Pro­dukte zum Zeit­punkt des Redaktions­schlusses wider. Des Weiteren über­nimmt die apoBank keine Haftung für Ver­luste, die durch die Ver­teilung und/ oder Ver­wendung dieser Informa­tionen ver­ur­sacht werden und/ oder mit der Ver­wendung dieser Informa­tionen in Zu­sammen­hang stehen. Ob und in welchem zeit­lichen Ab­stand eine Aktuali­sierung dieser Aus­arbeitung er­folgt, ist vor­ab nicht fest­gelegt.