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Unsere aktuelle Investmentstrategie

apoStrategie

Unser Blick auf die Kapitalmärkte | Ausgabe Juli 2026

CIO-Statement: Ertragschancen nutzen, Risiken ausbalancieren

Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank
„Die Kapitalmärkte bewegen sich in einem Spannungsfeld aus robustem Gewinnwachstum und nachlassenden, aber weiter existierenden geopolitischen Risiken. Aktien bleiben der bevorzugte Renditetreiber. Getragen von KI-Investitionen und soliden Unternehmensgewinnen erwarten wir eine breitere Marktteilnahme über Technologie hinaus. Entsprechend gehen wir in eine Übergewichtung mit einem Fokus auf Schwellenländern sowie ergänzend USA und Japan, während Europa infolge der schwächeren Gewinndynamik strukturell zurückbleibt. 

Im Rentenbereich nutzen wir die erhöhte Verzinsung für einen gezielten Ausbau unserer Positionen. Der Fokus liegt auf kurzlaufenden europäischen Staatsanleihen sowie Unternehmensanleihen mit attraktivem Carry. High Yield bietet weiterhin interessante Renditechancen, während wir bei langlaufenden Staatsanleihen und insbesondere in Japan vorsichtig bleiben.
Gold bleibt ein Stabilisator im Portfolio. Angesichts strukturell höherer Nachfrage und geopolitischer Unsicherheiten halten wir an einer Übergewichtung fest. Insgesamt gilt: Die Kombination aus wachstumsorientierten Aktien und selektiv eingesetzten Rentenbausteinen bildet die Grundlage für stabile Erträge in einem anspruchsvollen Marktumfeld – auch im zweiten Halbjahr.“

Unsere 10 Thesen für Wirtschaft und Finanzmärkte im 2. Halbjahr

  1. Das Wachstum der Weltwirtschaft legt im zweiten Halbjahr wieder zu. Die Belastungen aus den höheren Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs sind für einzelne Volkswirtschaften nennenswert. Doch bleiben Stagflation und Rezession aus.
  2. Die Inflation im Euroraum und in den USA bleibt wegen der höheren Energiepreise bis zum Jahresende erhöht. Erst im nächsten Jahr zeichnet sich bei Ausbleiben von Zweitrundeneffekten eine Rückkehr der Inflation zur 2 %-Zielmarke ab. 
  3. Die EZB lässt der Leitzinserhöhung im Juni noch eine weitere und letzte im September folgen. Unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Warsh wird es dieses Jahr keine Leitzinsänderungen geben.
  4. Technologie bleibt Taktgeber an den Aktienmärkten, denn die starke Marktentwicklung wird weiterhin maßgeblich durch Künstliche Intelligenz und Halbleiter getragen.
  5. Gewinnwachstum überlagert Risiken, da steigende Unternehmensgewinne die Auswirkungen von Inflation und geopolitischen Spannungen dämpfen.
  6. Die Marktentwicklung wird breiter, denn zunehmend profitieren klassische Sektoren von KI-getriebenen Effizienzgewinnen.
  7. Der weitere Verlauf der Verhandlungen im Iran-Konflikt bestimmt maßgeblich die Inflationserwartungen. Über diesen Kanal bleibt die Zentralbankpolitik der entscheidende Einflussfaktor für die Rentenmärkte. 
  8. In einem volatilen Zinsumfeld bieten Segmente mit attraktiver laufender Verzinsung – insbesondere Unternehmens- und Staatsanleihen der Schwellenländer – ein robustes Renditeprofil.
  9. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Geldpolitik bleibt die Steuerung der Duration selektiv und regionsspezifisch.
10. Mit der Aussicht auf eine Beendigung des Kriegs in Nahost kehrt der US-Dollar auf seinen Abwertungskurs zurück.

Unser Ausblick

Mit dieser Ent­wicklung rechnen wir bei den wichtig­sten Kenn­zahlen:
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Unsere Anlagestrategie

So gewichten wir der­zeit bei der Geld­anlage:
 
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Detaillierter Blick

Aktuelle prozentuale Auf­teilungen inner­halb eines aus­ge­wogenen Port­folios:
 
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* Eine positive taktische Ein­schätzung (+ oder ++) führt zu einem höheren Ge­wicht der Anlage­klasse als in der Bench­mark. Eine negative taktische Ein­schätzung (- oder - -) zieht eine geringere Ge­wichtung der Anlage­klasse als in der Bench­mark nach sich.
Wir gewichten Aktien wegen des konjunkturellen Umfelds und der positiven Gewinnentwicklung der Unternehmen über. Das höchste Übergewicht behalten wir bei den Schwellenländern, reduzieren es aber geringfügig. Es folgen Japan und die USA, die wir aufstocken. Das Europagewicht erhöhen wir ebenfalls, gewichten die Region wegen der schwächeren Gewinndynamik aber weiterhin unter.

Im Rentenbereich nutzen wir die Entspannungssignale aus dem Nahen Osten für eine selektive Ausweitung auf ein Übergewicht. Die Position europäischer Staatsanleihen bauen wir gezielt über Kurzläufer aus, finanziert aus der Kasse, während wir unsere Untergewichtung japanischer Staatsanleihen verstärken. Die freiwerdenden Mittel allokieren wir in Hochzins-Unternehmensanleihen und erhöhen dort unser Übergewicht. Das bestehende Übergewicht bei Investment-Grade-Anleihen halten wir unverändert aufrecht. US-Staatsanleihen verbleiben weiterhin in einer neutralen Gewichtung.

Wegen der strukturell hohen Nachfrage von Investoren und Zentralbanken sehen wir langfristig weiteres Kurspotenzial und nutzen den Kursrücksetzer für eine geringfügige Aufstockung der Goldposition.

Download der Gesamtausgabe

Die aktuelle Ausgabe der apoStrategie - Unser Blick auf die Kapital­märkte können Sie hier als PDF down­loaden. Bitte beachten Sie dazu die unten­stehenden Hin­weise.
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