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Unsere aktuelle Investmentstrategie

apoStrategie

Unser Blick auf die Kapitalmärkte | Ausgabe Mai 2026

CIO-Statement: Selektiv Chancen nutzen

Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank
"Die aktuelle Gemengelage an den Kapitalmärkten ist geprägt von politischen Konflikten, hoher Volatilität bei Energiepreisen und einem geldpolitischen Umfeld mit begrenztem Handlungsspielraum. Gleichzeitig zeigen sich Wirtschaft und Finanzmärkte widerstandsfähiger als vielfach befürchtet. Unsere Antwort darauf ist eine balancierte, selektive Positionierung.

An den Aktienmärkten rechtfertigen stabile Unternehmensgewinne und eine bislang tragfähige Konjunktur eine insgesamt neutrale Positionierung. Regionale Unterschiede bleiben jedoch entscheidend: Während die USA ihre Rolle als Stabilitätsanker behaupten, gewichten wir Schwellenländer stärker über, da attraktive Bewertungen und strukturelle Wachstumstreiber überwiegen. Europa und Japan bleiben angesichts ihrer höheren Energieabhängigkeit untergewichtet. Auf der Rentenseite halten wir an einer neutralen Gesamtausrichtung fest, setzen jedoch gezielt Akzente: Unternehmensanleihen sowie Schwellenländer-Staatsanleihen bleiben übergewichtet, finanziert durch ein Untergewicht japanischer Staatsanleihen. Gold behalten wir trotz kurzfristiger Schwankungen als strategische Beimischung bei. In einem Umfeld geopolitischer Fragmentierung bleibt es ein wichtiger Diversifikationsanker.“

Unser Blick auf Konjunktur & Geldpolitik

Das globale Wachstum fällt wegen des Kriegs in Nahost geringer aus als bislang erwartet. Wir erwarten allerdings weder eine Stagflation noch eine Rezession.

Die Wirtschaft in den USA wächst aufgrund des günstigen Mix aus Geld- und Fiskalpolitik sowie geringerer Zolleffekte ähnlich wie im Vorjahr. Der Arbeitsmarkt bleibt ein Schwachpunkt der US-Konjunktur. Die Hoffnung auf einen kräftigen Aufschwung in Deutschland ist nach Ausbruch des Kriegs in Nahost bereits wieder verpufft.

Die Inflation im Euroraum zieht in den nächsten Monaten wegen höherer Energiepreise deutlich an. Der Effekt auf die Kerninflation ist allerdings kleiner. In den USA ergibt sich ein ähnliches Bild. Jedoch sind die Auswirkungen auf die Teuerungsraten geringer als im Euroraum.

Von der US-Notenbank Fed erwarten wir bis Jahresende zwei Leitzinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte. Im Gegensatz dazu gehen wir von zwei Leitzinserhöhungen der EZB um jeweils 0,25 Prozentpunkte im Juni und September aus.

Unsere Analyse der Entwicklung an den Finanzmärkten

Der Iran‑Konflikt bleibt ungelöst, wird derzeit jedoch durch stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen und positive Unternehmensgewinne ausgeglichen. Eine neutrale Aktienpositionierung ist in der aktuellen Phase die beste Wahl. Regional gewichten wir die Schwellenländer über sowie Europa und Japan in gleichem Umfang unter.

Die Anleihemärkte erholen sich infolge der Waffenruhe. Nach der Mitte April erfolgten Anpassung unserer Positionierung bleiben wir neutral: Übergewicht von Unternehmensanleihen (Investment Grade und High Yield) sowie Schwellenländer-Staatsanleihen, finanziert durch ein Untergewicht japanischer Staatsanleihen.

An den Rohstoffmärkten belasten die steigenden Renditen den Goldpreis, langfristig sehen wir aber weiterhin deutliches Anstiegspotenzial. Der Ölpreis verbleibt aufgrund der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus auf erhöhtem Niveau.

Der US-Dollar hat seine anfänglichen Gewinne nach Kriegsausbruch fast wieder eingebüßt. Mit Blick auf die nächsten zwölf Monate sprechen viele Faktoren für eine Fortsetzung des Abwertungstrends des Greenback gegenüber dem Euro.

Unser Ausblick

Mit dieser Ent­wicklung rechnen wir bei den wichtig­sten Kenn­zahlen:
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Unsere Anlagestrategie

So gewichten wir der­zeit bei der Geld­anlage:
 
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Detaillierter Blick

Aktuelle prozentuale Auf­teilungen inner­halb eines aus­ge­wogenen Port­folios:
 
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* Eine positive taktische Ein­schätzung (+ oder ++) führt zu einem höheren Ge­wicht der Anlage­klasse als in der Bench­mark. Eine negative taktische Ein­schätzung (- oder - -) zieht eine geringere Ge­wichtung der Anlage­klasse als in der Bench­mark nach sich.
Die Aktienmärkte konnten im April trotz des anhaltenden Iran‑Konflikts Kursgewinne verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür war die weiterhin tragfähige wirtschaftliche Grundlage, die den geopolitischen Belastungen entgegenwirkte. Vor diesem Hintergrund setzen wir die Aktienquote insgesamt auf ein neutrales Niveau. Innerhalb der regionalen Allokation gewichten wir Europa und Japan unter, während wir die Schwellenländer aufgrund ihrer guten wirtschaftlichen Perspektiven übergewichten.

Im Rentenbereich bleiben wir neutral und halten an unserer Positionierung fest: Das Untergewicht japanischer Staatsanleihen wird durch Übergewichte in Unternehmensanleihen (Investment Grade und High Yield) sowie Schwellenländer-Staatsanleihen kompensiert. Bei US-amerikanischen und europäischen Staatsanleihen sind wir neutral positioniert.

Wegen der strukturell hohen Nachfrage von Investoren und Zentralbanken sehen wir langfristig weiteres Kurspotenzial und halten an der Goldposition fest.

Download der Gesamtausgabe

Die aktuelle Ausgabe der apoStrategie - Unser Blick auf die Kapital­märkte können Sie hier als PDF down­loaden. Bitte beachten Sie dazu die unten­stehenden Hin­weise.
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