Weil Bildung Zukunft ist


Die apoBank-Stiftung engagiert sich in Sambia.

Mwandakwisano Community School, Sambia


Schulbildung ermöglichen

Mit Hilfe der apoBank-Stiftung wurde im Dorf Mwandakwisano im Osten Sambias eine viel zu kleine Community Schule saniert und erweitert.

Das Sambische Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Berufsausbildung und Früherziehung sowie die lokale Organisation "Luangwa Project" haben den Bedarf in der Region Mfuwe im Jahr 2014 ermittelt. Das Ergebnis: Die Dorfschule war viel zu klein. Es fehlten dringend drei weitere Klassenräume. Außerdem wurden eine Toilettenanlage und ein Haus für die Lehrer benötigt.

Die Schule befindet sich in der ländlichen Region Mfuwe im South Luangwa Valley in der Nähe zum Nationalpark. Gerade für ungelernte Kräfte gibt es nicht genug Arbeitsplätze. Schulbildung ist daher die Voraussetzung für eine gute Qualifikation mit Blick auf zukünftige Lohnerwerbsmöglichkeiten. Aufgrund von Armut und starkem Bevölkerungswachstum reicht das Angebot nicht aus. Die in staatlichen oder privaten Schulen erhobenen Gebühren können die Eltern oft nicht bezahlen. Nur der Besuch von Dorfschulen ist kostenfrei. Dementsprechend vernachlässigt sind die Schulen, wenn vorhanden. In vielen Fällen fehlt diesen von der Dorfbevölkerung errichteten "Community Schools" Grundlegendes, wie beispielsweise Strom, Wasser oder Mobiliar, aber auch Lehrer und Schulmittel.
Baugrundstueck einer Communtiy School in Sambia
"Enter to learn" - die apoBank-Stiftung hilft, das Motto der Schule zu leben.
Eltern der Schueler vor dem Schulgebaude
Eltern unterstützen bei anfallenden Renovierungs- und Reparaturarbeiten.
Tische und Schulbaenke
Instandsetzung von Tischen und Schulbänken.

apoBank-Mitarbeiter vor Ort

Im Frühsommer 2015, nach dem Ende einer langen Regenzeit, begann ein zehnköpfiges Team unter der Aufsicht der Organisation "Project Luangwa" mit den Bauarbeiten. Die klimatischen Bedingungen, unter denen das neue Gebäude entstanden ist, waren eine große Herausforderung. Da die Bauarbeiter nicht im Schatten arbeiten konnten, erfolgten die körperlich anstrengenden Arbeiten bereits im August und September.

Direkte Unterstützung vor Ort leisteten acht freiwillige Mitarbeiter der apoBank über mehrere Wochen bis Monate. Sie begleiteten für die apoBank-Stiftung die Fortschritte beim Bau des neuen Schulgebäudes und packten selbst mit an.

Eröffnung der neuen Schulräume und Anlagen

Am 1. November 2016 fand die offizielle Eröffnung der neuen Gebäude statt, begleitet von einer zeremoniellen Feier und einer Ansprache von District Comissioner Caroline Mwanza. Der damalige Vorstandsvorsitzende der apoBank, Herbert Pfennig, war vor Ort und wurde stellvertretend für die apoBank-Stiftung geehrt. Gelobt wurde insbesondere der persönliche Einsatz der Helfer vor Ort, die mit ihrem hohen Enthusiasmus ein bleibendes Vermächtnis für die Kinder geschaffen haben.
apoBank-Stiftung: Die Mwandakwisano School eroeffnet die neue Schule
District Comissioner Caroline Mwanza und der damalige Vorstandsvorsitzende der apoBank-Stiftung Herbert Pfennig durchtrennen die Einweihungsschleife des neuen Schulgebäudes.
schulgebaude mwandakwisana community school
Das neue Schulgebäude ist fertig. Der Unterricht kann beginnen.
apoBank-Stiftung: Neuer Klassenraum fuer die Schueler in Sambia
Neue Klassenräume für die Mwandakwisano Community School.
apoBank-Stiftung: Communtiy School erhaelt Toilettenanlagen
Bau von vier Toilettenhäusern für Schüler und Lehrer.

Die Grundlagen sicherstellen

Mit Abschluss der Bauarbeiten wurde in 2016 ein wichtiger Meilenstein gelegt, um den Kindern der Region den Start in ihre schulische Basisausbildung zu ermöglichen. Heute besuchen jährlich rund 360 Schülerinnen und Schüler die Primary School.

Die Community School erhebt keine Schulgebühren, um möglichst vielen Kindern eine Schulbildung bis zum siebten Schuljahr zu ermöglichen. Der staatliche Beitrag für den jährlichen Schulbetrieb beschränkt sich auf einen Teil der benötigten Schulbücher und leider nur drei staatlich bestellte Lehrer. Dies liegt zum einen am Fachkräftemangel und zum anderen an den fehlenden finanziellen Ressourcen des Landes.

Seitens der apoBank-Stiftung erfolgt daher seit 2016 finanzielle Unterstützung bei den dringendsten Bedarfen zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes. Dazu gehören sowohl die Schulmaterialien als auch die Gehälter von sechs zusätzlichen Lehrern, die eine Schulung für Klassenmanagement, Unterrichtsgestaltung und berufliche Entwicklung erhalten. Zudem stellt die apoBank-Stiftung die Essensversorgung aller Schulkinder unter Einbezug des Elternkommitees in den Regenmonaten sicher. Gerade in dieser Zeit sind Nahrungsmittel extrem knapp, die Lebensmittelpreise steigen und in den Familien fallen dann oft ganze Mahlzeiten aus.

Der Projektfortschritt wird durch ein regelmäßiges Monitoring in enger Abstimmung mit unserer Partnerorganisation vor Ort begleitet - alle Maßnahmen werden evaluiert. Im Bereich der Grundbildung wurde eine gute Basis geschaffen, die sowohl die Lernenden als auch die Lehrer begünstigt hat. Dies zeigt sich in den sichtbaren Stabilitäten bei den Anwesenheitsraten, der Verweildauer und der Einschulung - trotz der Schwierigkeiten und besonderen Herausforderungen im Pandemiejahr 2020. Insgesamt führte die Summe vieler Aktivitäten und Bemühungen aller am Schul- und Lernprozess Beteiligter insbesondere in den letzten beiden Jahren dazu, dass alle Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse ihre Abschlussprüfung bestanden haben.
apoBank-Stiftung unterstuetzt Schule in Sambia mit Material
Schulstart: Schüler und Lehrer freuen sich über die neuen Schulmaterialien.
apoBank-Stiftung: Schueler schreiben Abschlusspruefungen
Abschlussprüfungen im Dezember 2020.

Selbständigkeit unterstützen

Seit 2019 arbeitet die Stiftung eng mit der ortsansässigen Non-Profit-Organisation Rising Fountains zusammen. Gemeinsam mit der Partnerorganisation wird eine ganzheitliche Problembetrachtung und Lösungsfindung mit dem Ziel der Selbständigkeit von Schule und Community verfolgt.

Um dies zu erreichen, initiierte unsere NGO einen Workshop für Schulleitung, Lehrer und Eltern der Gemeinde zu den Themen Schulmanagement, Ressourcenmobilisierung und Business Management. Aufgaben, Rollen und Ziele aller an der Schulorganisation beteiligten Stakeholder – bestehend aus Schulleitung, Eltern, NGO und apoBank-Stiftung - wurden transparent vorgestellt und schließlich in einem "Memorandum of Understanding" als Grundlage der Zusammenarbeit festgehalten.

Da die Schule über keinerlei Einkünfte zur Deckung der Betriebskosten verfügt, benötigt sie perspektivisch eine einkommensgenerierende Aktivität. Für eine aus dem Business-Training entstandene Geschäftsidee wurde ein Business-Plan entwickelt, geprüft und durch das Eltern-Schulkommitee verabschiedet. Der Bau und Betrieb einer schuleigenen Maismühle soll zukünftig Einkommen erwirtschaften und den Schulbetrieb eigenständig finanzieren. Ziel ist, das qualitative kostenfreie Bildungsangebot langfristig unabhängig von Spenden für die Kinder der Region sicherzustellen. Die apoBank-Stiftung unterstützte diese Maßnahmen als weiteren Meilenstein auf dem Weg in die Selbstständigkeit der Schule im Projektjahr 2020.
apoBank-Stiftung: Projekt Sambia School, Schulungsplakate
Schulungen zu den Themen Schul- und Businessmanagement, Aufgabenverteilung, Lehrcurricula und rechtliche Grundlagen für Eltern und Lehrer im Projektjahr 2019.
Treffen der Stakeholder der Mwandakwisano Community School in Sambia
Januar 2020: Stakeholder-Treffen mit allen am Bau und Betrieb der Maismühle beteiligten Mitgliedern aus dem Schulministerium, der NGO Rising Fountains, der Schulleitung, Lehrer und Eltern der Community.
apoBank-Stiftung: Projektteam erhaelt Schulung zum Maismuehlengeschaeft
Ein Team für den zukünftigen Betrieb der Mühle wurde gebildet. Schulleitung und Eltern erhalten ein Training zum Erwerb der Fähigkeiten im Finanzmanagement und in der Führung des Maismühlengeschäfts.
apoBank-Stiftung: Baustart der Maismuehle fuer die Community School
Erschwerte Bedingungen in der Corona-Pandemie: Baustart Maismühle. Maismehl ist traditioneller Bestandteil für die Zubereitung aller Mahlzeiten in Sambia und daher wichtigstes Grundnahrungsmittel.
Gebaude der Maismuehle an der Mwandakwisano Community School
Das Gebäude für die Maismühle ist fertig. Mais wird in den meisten Haushalten selbst angebaut und kann nun vor Ort gemahlen werden. Die meisten Bewohner besitzen keine Transportmittel, um die nächstgelegene Mühle in etwa 40 Kilometern erreichen zu können.
apoBank-Stiftung: Installation Muehlengestell
Fertig für den Stromanschluss: Installation des Mühlengestells. Aufgrund der landesweit steigenden Infektionszahlen Ende 2020 ist der Betriebsstart im Frühjahr 2021 geplant.

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