Verkürzte Zahlungsfrist


Wie lange noch?

Verkürzte Zahlungsfrist der Krankenkassen


Wie lange noch?

Die Corona-Pandemie hat die Krankenhausbranche fest im Griff. Nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus politischer und ökonomischer Sicht. Zur wirtschaftlichen Stabilisierung spannte die Bundesregierung im März 2020 einen Rettungsschirm auf, der im Laufe der Zeit immer wieder angepasst wurde. Mit pauschalen Kompensationen und verschiedenen bilanzpolitischen Instrumenten konnte die wirtschaftliche Lage der Krankenhausbranche unterstützt werden.

Zur Stabilisierung der Liquiditätslage wurde unter anderem die Zahlungsfrist für Krankenhausrechnungen auf 5 Tage festgelegt. Die Regelung wurde zuletzt bis zum Jahresende 2022 verlängert.

Was passiert, wenn die Regelung der verkürzten Zahlungsfrist für Krankenkassen wieder aufgehoben wird?
8,3

Tage

Der Zeitraum zwischen Rechnungserstellung und Zahlungseingang hat sich 2020 um 8 Tage reduziert. (Debitorenlaufzeit: 39,2 Tage) Quelle: apoBank
2,3

Tage

Die Rechnungen wurden im Durchschnitt 2 Tage später bezahlt als vor der Pandemie. (Kreditorenlaufzeit: 56,8 Tage) Quelle: apoBank
10,6

Tage

Im Geschäftsjahr 2020 standen Krankenhäusern 11 Tage mehr Liquidität zur Verfügung als vor der Pandemie. Quelle: apoBank

Rechenbeispiel zur Liquiditätslücke


Aus dem Managementalltag eines Krankenhauses

Eine fiktive Klinik erzielt Erlöse in Höhe von 250 Mio. Euro pro Jahr..

(1) Durch die verkürzte Zahlungsfrist hat sich die Debitorenlaufzeit von 55 Tagen auf 40 Tage reduziert, die Kreditorenlaufzeit bleibt unverändert. Damit stehen dem Krankenhaus in diesem Geschäftsjahr  222,2 Mio. Euro Erlöse zur Verfügung.

(2) Sobald die verkürzte Zahlungsfrist wegfällt, steigt die Forderungsreichweite wieder auf 55 Tage an. Dann stehen dem Krankenhaus in dem Geschäftsjahr 211,8 Mio. Euro zur Verfügung – das entspricht einer Liquiditätslücke von 10,4 Mio. Euro.
Fazit:
Dieses vereinfachte Zahlenbeispiel zeigt, dass trotz der aktuell komfortablen Liquiditätslage ein aktives, vorausschauendes Working Capital Management erforderlich ist. Denn es ist nicht klar, ob die Bundesregierung die Regelung Ende 2022 erneut verlängern wird.

2 Gründe für ein aktives Working Capital Management


Kurz- bis mittelfristig wird die Politik die Unterstützungsmaßnahmen einstellen, weil die finanziellen Mittel des Bundes nicht unbegrenzt sind und auch die GKV vor dem größten Defizit aller Zeiten steht.

Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine Verlängerung des 5-Tage-Zahlungsziels über den 31.12.2022 hinaus.
 
Die Planungsunsicherheit ist hoch, weil das Pandemiegeschehen in den bevorstehenden Herbst- und Wintermonaten nicht berechenbar ist.

Zahlreiche planbare Operationen könnten verschoben werden und so die Erlössituation belasten.
 

Flexibilität bei gleichzeitiger Planungssicherheit


Die Herausforderung für alle stationären Versorger

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