Was die Finanzmärkte diese Woche beschäftigt
Unser Wochenblick
Die Themen der Woche | 11. bis 15. Mai 2026
KI-Euphorie und Gipfeltreffen in China
Die Aktienmärkte standen in dieser Woche im Zeichen einer kräftigen Rallye bei Technologiewerten. Gegen Ende der Handelswoche verlagerte sich der Fokus der Anleger jedoch zunehmend auf China und das Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump. An den Rentenmärkten sorgten der anhaltende Konflikt im Nahen Osten sowie steigende Inflationsdaten für Belastungen. Die Ölpreise legten im Zuge der konfrontativen Rhetorik der Konfliktparteien zu, während Gold angesichts steigender Renditen unter Druck geriet. Am Devisenmarkt zeigte sich hingegen ein ruhigeres Bild.
KI-Euphorie treibt, Inflationsdaten dämpfen
Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich im Berichtszeitraum überwiegend freundlich aufgrund der anhaltenden KI-Euphorie der Anleger und ihrer Hoffnungen hinsichtlich des Gipfeltreffens zwischen Peking und Washington. Die US-Anteilsscheine verbuchten in der Folge Kursgewinne und die Indizes erreichten neue Rekordstände. Die schwelenden Iran-Sorgen und anziehende US-Inflationsdaten begrenzten die Zugewinne.
Die positiven Impulse der Wall Street sorgten auch auf dem Alten Kontinent für festere Kurse. Die Anstiege fielen in Europa jedoch insgesamt moderater aus. Dies ist sowohl auf die höhere Importabhängigkeit bei fossilen Energieträgern als auch auf die im Vergleich geringere Technologielastigkeit der europäischen Wirtschaftsstruktur zurückzuführen.
Die positiven Impulse der Wall Street sorgten auch auf dem Alten Kontinent für festere Kurse. Die Anstiege fielen in Europa jedoch insgesamt moderater aus. Dies ist sowohl auf die höhere Importabhängigkeit bei fossilen Energieträgern als auch auf die im Vergleich geringere Technologielastigkeit der europäischen Wirtschaftsstruktur zurückzuführen.
Anleihen unter Druck
Die Anleihemärkte standen im Berichtszeitraum unter dem Einfluss zweier Belastungsfaktoren. Zum einen verdeutlichte die über Pakistan an die US‑Administration übermittelte iranische Reaktion im Nahostkonflikt die weiterhin großen Differenzen zwischen den Kriegsparteien. Dadurch erscheint eine kurzfristige diplomatische Annäherung unwahrscheinlich. Entsprechend rückt auch eine baldige Öffnung der Straße von Hormus in weitere Ferne. Die dadurch gestiegenen Ölpreise führten zu höheren Inflationserwartungen und trieben die Renditen von Staatsanleihen sowohl in Europa als auch in den USA nach oben.
Zum anderen wurden die Verbraucherpreisdaten für April in mehreren europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Diese fielen vor allem infolge gestiegener Energiepreise überdurchschnittlich hoch aus und verstärkten den Aufwärtsdruck auf die Renditen staatlicher Schuldtitel zusätzlich. Gesteigert wurde der Druck in den USA zusätzlich durch die deutlich anziehende Produzentenpreisinflation. Dies zeigte sich auch bei der Auktion 30-jähriger US-Treasuries, die mit der höchsten Rendite von 5,01 % seit 2007 zugeteilt wurden.
Zum anderen wurden die Verbraucherpreisdaten für April in mehreren europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Diese fielen vor allem infolge gestiegener Energiepreise überdurchschnittlich hoch aus und verstärkten den Aufwärtsdruck auf die Renditen staatlicher Schuldtitel zusätzlich. Gesteigert wurde der Druck in den USA zusätzlich durch die deutlich anziehende Produzentenpreisinflation. Dies zeigte sich auch bei der Auktion 30-jähriger US-Treasuries, die mit der höchsten Rendite von 5,01 % seit 2007 zugeteilt wurden.
Iran-Sorgen treiben Öl, steigende Renditen drücken Gold
Am Rohstoffmarkt spiegelten sich die geopolitischen Spannungen wider. So stieg der Ölpreis der Nordseesorte Brent zwischenzeitlich auf über 110 US‑Dollar je Barrel, getragen von der zunehmend konfrontativen Rhetorik der Konfliktparteien. Am Goldmarkt wirkten hingegen die gestiegenen Renditen belastend. Mit den höheren Zinsen nahmen die Opportunitätskosten der Goldhaltung zu und die Attraktivität des Edelmetalls ließ entsprechend nach. In der Folge verzeichnete der Goldpreis je Feinunze einen Rückgang.
Am Devisenmarkt gab es insgesamt wenig Bewegung. Der Euro wertete leicht gegenüber dem Greenback ab, der in Zeiten erhöhter geopolitischer Unsicherheit als sicherer Hafen der Anleger gilt.
Am Devisenmarkt gab es insgesamt wenig Bewegung. Der Euro wertete leicht gegenüber dem Greenback ab, der in Zeiten erhöhter geopolitischer Unsicherheit als sicherer Hafen der Anleger gilt.
Schlusskurse wesentlicher Anlageklassen
Was nächste Woche wichtig wird
Iran-Krieg, Nvidias Quartalszahlen und viele Stimmungsbarometer
Auch in der nächsten Handelswoche bleiben der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus zentrale Gesprächsthemen an den Finanzmärkten. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussicht auf eine Annäherung der Kriegsparteien nach dem vielbeachteten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatspräsident Xi in Peking am Donnerstag und Freitag.
Eines der Mitglieder der US-Delegation bei Trumps Treffen mit Xi war Jensen Huang, der Vorstandsvorsitzende des Chip-Spezialisten für KI-Anwendungen Nvidia, das nach Marktkapitalisierung das wertvollste Unternehmen der Welt ist. Der langjährige Börsenliebling steht am nächsten Mittwoch unter besonderer Beobachtung der Investoren, wenn das Unternehmen nach Börsenschluss in den USA seine Geschäftsergebnisse für das erste Quartal bekannt gibt.
Da dem anhaltenden Iran-Krieg und der auslaufenden Quartalsberichtssaison nahezu die ganze Aufmerksamkeit der Anleger gilt, drohen die sonst vielbeachteten Konjunkturdaten auch in den nächsten Wochen in den Hintergrund zu rücken. Ganz oben auf der Agenda der Volkswirte stehen diesmal die vielen Stimmungsbarometer, die als konjunkturelle Frühindikatoren einen zeitnahen Ausblick auf den weiteren Konjunkturverlauf erlauben. Dazu zählen neben dem ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag auch die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes am Donnerstag.
Eines der Mitglieder der US-Delegation bei Trumps Treffen mit Xi war Jensen Huang, der Vorstandsvorsitzende des Chip-Spezialisten für KI-Anwendungen Nvidia, das nach Marktkapitalisierung das wertvollste Unternehmen der Welt ist. Der langjährige Börsenliebling steht am nächsten Mittwoch unter besonderer Beobachtung der Investoren, wenn das Unternehmen nach Börsenschluss in den USA seine Geschäftsergebnisse für das erste Quartal bekannt gibt.
Da dem anhaltenden Iran-Krieg und der auslaufenden Quartalsberichtssaison nahezu die ganze Aufmerksamkeit der Anleger gilt, drohen die sonst vielbeachteten Konjunkturdaten auch in den nächsten Wochen in den Hintergrund zu rücken. Ganz oben auf der Agenda der Volkswirte stehen diesmal die vielen Stimmungsbarometer, die als konjunkturelle Frühindikatoren einen zeitnahen Ausblick auf den weiteren Konjunkturverlauf erlauben. Dazu zählen neben dem ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag auch die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes am Donnerstag.
Hinweise
Diese Publikation ist eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Sie stellt keine individuelle Wertpapier-, Vermögens- oder Anlageberatung oder ein Vertragsangebot dar und ist nicht als Empfehlung zu einer bestimmten Geldanlage zu verstehen.
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Diese Publikation ist ausschließlich für Kundinnen und Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) mit Wohnsitz und Aufenthaltsort in Deutschland bestimmt und dient allein zu Informationszwecken. Sie richtet sich insbesondere nicht an Personen mit Wohnsitz oder Aufenthaltsort in Großbritannien, den USA oder Kanada, auch wenn es sich um Kundinnen und Kunden der apoBank handelt.
Darstellung von Wertentwicklungen
Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft. Die Wertentwicklung kann durch Währungsschwankungen beeinflusst werden, wenn die Basiswährung des Wertpapiers/ Indexes von EURO abweicht.
Disclaimer
Die apoBank wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frankfurt am Main sowie die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main. Diese Publikation beruht auf von der apoBank nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt die unverbindliche Auffassung der apoBank über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wider. Des Weiteren übernimmt die apoBank keine Haftung für Verluste, die durch die Verteilung und/ oder Verwendung dieser Informationen verursacht werden und/ oder mit der Verwendung dieser Informationen in Zusammenhang stehen. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt.
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