Was die Finanzmärkte diese Woche beschäftigt
Unser Wochenblick
Die Themen der Woche | 16. bis 20. Februar 2026
Märkte im Balanceakt
Europas Börsen zeigten sich freundlich, getragen von positiven Wirtschaftsdaten und einem schwächeren Euro. Doch wachsende Nahost‑Spannungen sorgten zum Wochenausklang für Gewinnmitnahmen. In den USA wechselten Technologie und Zinsen die Taktstöcke, während das Fed‑Protokoll einen zurückhaltenden Ton setzte. Vor Veröffentlichung zentraler Inflationsmaße blieb der Risikoappetit begrenzt. Ölpreise zogen weiter an, Gold behauptete sich, der Dollar legte zu.
Zwischen Euphorie und Vorsicht
Nach verhaltenem Wochenauftakt in Europa mit dünnen Umsätzen stabilisierten sich die Kurse zunächst, bevor neue Risikofreude den Leitindex des Euroraums auf ein Rekordhoch trug. Unterstützend wirkten positive Impulse aus der Weltwirtschaft und ein schwächerer Euro, der die Exportaussichten verbesserte. Anschließend überwogen jedoch geopolitische Spannungen, die Anleger in Deckung gehen ließen und die zuvor erzielten Gewinne wieder eindämmten. In den USA blieb das Bild uneinheitlich. Nach der Feiertagspause verlief der Handel zunächst impulsarm, getragen vor allem von Bewegungen in einzelnen Sektoren. Zur Wochenmitte sorgten Industrieproduktion und Auftragseingänge für langlebige Güter für bessere Stimmung, ehe das Fed-Protokoll mit zurückhaltenden Signalen die Indizes von ihren Tageshochs zurückführte. Zum Wochenschluss agierten viele Marktteilnehmer mit Blick auf die anstehenden Preisdaten vorsichtiger. Über den gesamten Zeitraum legten US-Aktien und europäische Aktien zu. Technologieunternehmen zeigten ein leicht stärkeres Bild als der breite Markt. In Summe stand damit eine Woche, in der Konjunkturdaten, Zinskommunikation und Geopolitik die Taktfolge vorgaben.
Renditen mit leicht unterschiedlicher Tendenz
Am US-Rentenmarkt stiegen die Renditen zur Wochenmitte im Fahrwasser freundlicher Konjunktursignale und eines verhaltenen Fed-Protokolls, bevor sie zum Schluss in eine abwartende Seitwärtsbewegung übergingen. In Europa blieb der Handel verhalten, die Stimmung hellte sich vorübergehend auf, ehe die Geopolitik wieder die Risikoscheu in den Vordergrund rückte. Über die Woche zeigte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen eine leichte Aufwärtsneigung, während die Rendite der entsprechenden Bundesanleihen leicht nachgab.
Öl, Gold und US-Dollar gefragt
Die Ölpreise legten über die Woche spürbar zu. Es stützten Berichte über Lagerbestandsrückgänge und die Aussicht auf mögliche Lieferstörungen infolge einer möglichen Zuspitzung des Iran-Konfliktes. Gold behauptete sich nach einer kurzen Schwächephase und diente phasenweise erneut als sicherer Hafen. Der US-Dollar gewann an Boden, gestützt von steigenden Marktzinsen und dem defensiven Positionieren vor den wichtigen Inflationsdaten.
Schlusskurse wesentlicher Anlageklassen
Enttäuschendes japanisches BIP zu Wochenbeginn
Der Start in die Handelswoche wurde maßgeblich durch die neuen BIP‑Zahlen für das vierte Quartal in Japan geprägt. Während der Marktkonsens ein Wachstum von 0,4 % erwartet hatte, legte die japanische Wirtschaft tatsächlich nur um 0,1 % zu – ein spürbarer Dämpfer für die Risikoneigung. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Daten trübten nicht nur in Japan die Anlegerlaune, sondern wirkten über den gesamten asiatischen Raum hinaus belastend.
Gleichzeitig war die Marktdynamik aufgrund des chinesischen Neujahrsfests eingeschränkt. Zahlreiche Handelsplätze in der Region blieben mehrere Tage geschlossen. In Festlandchina fand während der gesamten Woche kein Handel statt. Dadurch ist bislang nur ein Teil der möglichen Marktreaktion sichtbar.
Gleichzeitig war die Marktdynamik aufgrund des chinesischen Neujahrsfests eingeschränkt. Zahlreiche Handelsplätze in der Region blieben mehrere Tage geschlossen. In Festlandchina fand während der gesamten Woche kein Handel statt. Dadurch ist bislang nur ein Teil der möglichen Marktreaktion sichtbar.
Was nächste Woche wichtig wird
ifo-Geschäftsklimaindex und deutsches BIP
In der kommenden Woche rückt der ifo-Geschäftsklimaindex in den Fokus der deutschen Anleger. Nachdem das Stimmungsbarometer im Januar bei 87,6 Punkten stagnierte, wird die Veröffentlichung am Montag richtungsweisend für den Wochenauftakt sein.
Ein weiterer Fixpunkt sind die BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Mittwoch, bei denen Marktteilnehmer ein Plus von 0,3 % erwarten. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren wir im Rahmen unserer Hausmeinung ein Wachstum von 1,1 %. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass diese positive Entwicklung maßgeblich auf dem historischen Fiskalpaket beruht und somit eine schuldenfinanzierte Sonderkonjunktur darstellt.
Ein weiterer Fixpunkt sind die BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Mittwoch, bei denen Marktteilnehmer ein Plus von 0,3 % erwarten. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren wir im Rahmen unserer Hausmeinung ein Wachstum von 1,1 %. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass diese positive Entwicklung maßgeblich auf dem historischen Fiskalpaket beruht und somit eine schuldenfinanzierte Sonderkonjunktur darstellt.
Hinweise
Diese Publikation ist eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Sie stellt keine individuelle Wertpapier-, Vermögens- oder Anlageberatung oder ein Vertragsangebot dar und ist nicht als Empfehlung zu einer bestimmten Geldanlage zu verstehen.
Adressat
Diese Publikation ist ausschließlich für Kundinnen und Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) mit Wohnsitz und Aufenthaltsort in Deutschland bestimmt und dient allein zu Informationszwecken. Sie richtet sich insbesondere nicht an Personen mit Wohnsitz oder Aufenthaltsort in Großbritannien, den USA oder Kanada, auch wenn es sich um Kundinnen und Kunden der apoBank handelt.
Darstellung von Wertentwicklungen
Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft. Die Wertentwicklung kann durch Währungsschwankungen beeinflusst werden, wenn die Basiswährung des Wertpapiers/ Indexes von EURO abweicht.
Disclaimer
Die apoBank wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frankfurt am Main sowie die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main. Diese Publikation beruht auf von der apoBank nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt die unverbindliche Auffassung der apoBank über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wider. Des Weiteren übernimmt die apoBank keine Haftung für Verluste, die durch die Verteilung und/ oder Verwendung dieser Informationen verursacht werden und/ oder mit der Verwendung dieser Informationen in Zusammenhang stehen. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt.
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