Was die Finanzmärkte diese Woche beschäftigt
Unser Wochenblick
Die Themen der Woche | 6. bis 10. April 2026
Waffenruhe sorgt für Erholung an den Märkten
Erneut standen die geopolitischen Entwicklungen im Fokus der Anleger. Die am Dienstag vereinbarte, zunächst zweiwöchige Waffenruhe im Iran‑Krieg sorgte für spürbare Euphorie an den Märkten. Aktien und Anleihen in Europa und den USA starteten auf breiter Basis eine Erholungsrallye. Am Donnerstag dominierte während des europäischen Handels erneut die Nervosität der Anleger, die sich erst im späteren US-Handel legte.
Hoffnung als Kurstreiber
Nach dem langen Osterwochenende und der am Dienstagabend (US‑Ostküstenzeit) verkündeten zweiwöchigen Waffenruhe im Iran‑Krieg erholten sich die europäischen und amerikanischen Aktienmärkte deutlich. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen, verbunden mit der Erwartung sinkender Ölpreise, löste am Mittwoch eine breite Rallye aus.
Dabei reagierten europäische Aktien besonders stark, was die hohe Abhängigkeit Europas von fossilen Energieträgern erneut unterstreicht. Der deutsche Leitindex DAX legte bis Handelsschluss um 5,1 % zu und verzeichnete damit den größten Tagesgewinn seit 2022. Zunächst belastete am Donnerstag Skepsis hinsichtlich der Waffenruhe während der europäischen Handelszeit die Kurse. Später sorgten konstruktive Signale aus Israel zu Gesprächen mit dem Libanon vor allem im US‑Handel für Gewinne.
Während die Anteilsscheine der bisherigen Kriegsprofiteure – insbesondere Öl‑ und Erdgasunternehmen – spürbare Kursverluste hinnehmen mussten, zählten vor allem Fluggesellschaften sowie konjunktursensitive Titel zu den Gewinnern. Diese profitierten von der Entspannung der geopolitischen Lage und der Aussicht auf sinkende Energiekosten.
Dabei reagierten europäische Aktien besonders stark, was die hohe Abhängigkeit Europas von fossilen Energieträgern erneut unterstreicht. Der deutsche Leitindex DAX legte bis Handelsschluss um 5,1 % zu und verzeichnete damit den größten Tagesgewinn seit 2022. Zunächst belastete am Donnerstag Skepsis hinsichtlich der Waffenruhe während der europäischen Handelszeit die Kurse. Später sorgten konstruktive Signale aus Israel zu Gesprächen mit dem Libanon vor allem im US‑Handel für Gewinne.
Während die Anteilsscheine der bisherigen Kriegsprofiteure – insbesondere Öl‑ und Erdgasunternehmen – spürbare Kursverluste hinnehmen mussten, zählten vor allem Fluggesellschaften sowie konjunktursensitive Titel zu den Gewinnern. Diese profitierten von der Entspannung der geopolitischen Lage und der Aussicht auf sinkende Energiekosten.
Renditerückgänge an den Rentenmärkten
Auch an den Anleihemärkten sorgte die Verkündung der Waffenruhe im Iran‑Krieg für deutliche Kursgewinne und damit sinkende Renditen, insbesondere bei Staatsanleihen europäischer Länder mit hoher Abhängigkeit von fossilen Energien. Anleger setzten angesichts der zunächst auf zwei Wochen begrenzten Waffenruhe auf eine rasche Wiederöffnung der Straße von Hormus, was Perspektiven für niedrigere Ölpreise und entsprechend rückläufige Inflationserwartungen eröffnete. Vor diesem Hintergrund stieg die Attraktivität von Staatsanleihen sowohl in Europa als auch in den USA deutlich an. Die aufkeimende Unsicherheit der Anleger bezüglich der Waffenruhe führte am Donnerstag zu erneut steigenden europäischen Renditen, während erst im US‑Handel Entspannung einsetzte.
Geopolitik prägt die Rohstoffmärkte
Die am Aktienmarkt einsetzende Erholungsrallye sorgte auch am Edelmetallmarkt für Kursgewinne. Gold setzte seine jüngste Aufwärtsbewegung in diesem positiven Marktumfeld fort und erhielt zusätzlichen Preisauftrieb.
Am Ölmarkt zeigte sich hingegen eine ausgeprägte Gegenbewegung. Der Ölpreis der Sorte Brent fiel am Mittwoch deutlich unter die Marke von 100 US‑Dollar je Barrel, nachdem am Dienstagabend erste Informationen über die angestrebte Waffenruhe im Iran‑Krieg bekannt wurden. Dies nährte die Hoffnung, dass Öltanker die Straße von Hormus künftig wieder sicher passieren können und das globale Ölangebot entsprechend steigt. Zugleich verlor der US‑Dollar an Stärke, da die Aussicht auf eine Entspannung des Konflikts seine Attraktivität als Krisenwährung minderte und Kapital verstärkt in alternative Anlageklassen floss.
Am Ölmarkt zeigte sich hingegen eine ausgeprägte Gegenbewegung. Der Ölpreis der Sorte Brent fiel am Mittwoch deutlich unter die Marke von 100 US‑Dollar je Barrel, nachdem am Dienstagabend erste Informationen über die angestrebte Waffenruhe im Iran‑Krieg bekannt wurden. Dies nährte die Hoffnung, dass Öltanker die Straße von Hormus künftig wieder sicher passieren können und das globale Ölangebot entsprechend steigt. Zugleich verlor der US‑Dollar an Stärke, da die Aussicht auf eine Entspannung des Konflikts seine Attraktivität als Krisenwährung minderte und Kapital verstärkt in alternative Anlageklassen floss.
Schlusskurse wesentlicher Anlageklassen
Iran-Krieg dominiert die Handelswoche
Nach dem verlängerten Osterwochenende rückte am Montagabend erneut das von US Präsident Trump gegenüber dem Mullah Regime verhängte Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus in den Fokus der Anleger. Kurz vor Ablauf der Frist verschoben die USA das Ultimatum abermals, diesmal auf Dienstagabend. Noch am Dienstag drohte Trump mit massiven Angriffen auf Infrastruktur und Kraftwerke, während Teheran seinerseits weitreichende Forderungen an Washington stellte.
Unmittelbar vor dem erneuten Fristende einigten sich die Kriegsparteien unter Vermittlung Pakistans auf eine zunächst zweiwöchige Waffenruhe. Grundlage möglicher Verhandlungen soll ein 10-Punkte-Plan Teherans sein, wobei Positionen beider Seiten jedoch weiterhin deutlich auseinander liegen. Direkte Gespräche sind für Freitag in Islamabad angesetzt.
Während Trump auf einer uneingeschränkten Passage der Straße von Hormus bestand, arbeitete Teheran parallel an einem Mautsystem sowie an einer militärisch koordinierten Durchfahrt. Uneinigkeit herrscht auch darüber, ob die israelischen Angriffe auf den Libanon Bestandteil der Vereinbarung sind. Die US israelische Koalition verneint dies, während Teheran die Angriffe als klaren Bruch der Waffenruhe wertet. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete infolgedessen eine faktische Blockade der Meerenge als Reaktion auf die israelischen Operationen im Libanon.
Ein weiterer zentraler Streitpunkt bleibt die Urananreicherung durch den Iran. Während Washington diese als rote Linie definiert, beharrt Teheran auf seinem Recht. Die Leugnung dieses Rechts bezeichnete der iranische Parlamentspräsident als einen der Gründe, warum Waffenruhe und Verhandlungen „unvernünftig“ seien.
Bereits am Mittwoch wurden sowohl aus den Golfstaaten als auch aus dem Iran gegenseitige Angriffe und Explosionen gemeldet. Die fragile Waffenruhe wird von beiden Seiten zunehmend infrage gestellt – ein Hinweis darauf, dass der Konflikt jederzeit erneut zu eskalieren droht und das geopolitische Risiko an den Märkten hoch bleibt.
Unmittelbar vor dem erneuten Fristende einigten sich die Kriegsparteien unter Vermittlung Pakistans auf eine zunächst zweiwöchige Waffenruhe. Grundlage möglicher Verhandlungen soll ein 10-Punkte-Plan Teherans sein, wobei Positionen beider Seiten jedoch weiterhin deutlich auseinander liegen. Direkte Gespräche sind für Freitag in Islamabad angesetzt.
Während Trump auf einer uneingeschränkten Passage der Straße von Hormus bestand, arbeitete Teheran parallel an einem Mautsystem sowie an einer militärisch koordinierten Durchfahrt. Uneinigkeit herrscht auch darüber, ob die israelischen Angriffe auf den Libanon Bestandteil der Vereinbarung sind. Die US israelische Koalition verneint dies, während Teheran die Angriffe als klaren Bruch der Waffenruhe wertet. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete infolgedessen eine faktische Blockade der Meerenge als Reaktion auf die israelischen Operationen im Libanon.
Ein weiterer zentraler Streitpunkt bleibt die Urananreicherung durch den Iran. Während Washington diese als rote Linie definiert, beharrt Teheran auf seinem Recht. Die Leugnung dieses Rechts bezeichnete der iranische Parlamentspräsident als einen der Gründe, warum Waffenruhe und Verhandlungen „unvernünftig“ seien.
Bereits am Mittwoch wurden sowohl aus den Golfstaaten als auch aus dem Iran gegenseitige Angriffe und Explosionen gemeldet. Die fragile Waffenruhe wird von beiden Seiten zunehmend infrage gestellt – ein Hinweis darauf, dass der Konflikt jederzeit erneut zu eskalieren droht und das geopolitische Risiko an den Märkten hoch bleibt.
Was nächste Woche wichtig wird
Iran-Krieg und Frühjahrstagung des IWF
Auch in der kommenden Woche prägt der Konflikt im Nahen Osten das Marktgeschehen. Im Zentrum steht die Frage, ob sich die Kriegsparteien in ihren Positionen annähern und ob das für Freitag geplante Treffen in Pakistan stattfindet und zur Entspannung beiträgt. Für die Weltwirtschaft bleibt entscheidend, ob die Passage der Straße von Hormus für Öl- und Gastransporte wieder möglich ist.
Parallel rückt die Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in den Fokus der Anleger. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Veröffentlichung des World Economic Outlook für das Jahr 2026 und damit der Frage, in welchem Ausmaß die Wachstumsprognosen der großen Volkswirtschaften kriegsbedingt korrigiert werden. Zudem startet in der kommenden Woche die neue Berichtssaison, die weitere Impulse für die Märkte liefert.
Parallel rückt die Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in den Fokus der Anleger. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Veröffentlichung des World Economic Outlook für das Jahr 2026 und damit der Frage, in welchem Ausmaß die Wachstumsprognosen der großen Volkswirtschaften kriegsbedingt korrigiert werden. Zudem startet in der kommenden Woche die neue Berichtssaison, die weitere Impulse für die Märkte liefert.
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Die apoBank wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frankfurt am Main sowie die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main. Diese Publikation beruht auf von der apoBank nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt die unverbindliche Auffassung der apoBank über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wider. Des Weiteren übernimmt die apoBank keine Haftung für Verluste, die durch die Verteilung und/ oder Verwendung dieser Informationen verursacht werden und/ oder mit der Verwendung dieser Informationen in Zusammenhang stehen. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt.
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