Was die Finanzmärkte diese Woche beschäftigt
Unser Wochenblick
Die Themen der Woche | 12. bis 16. Januar 2026
Europa freundlich, Wall Street vorsichtig
In der zweiten Handelswoche des Jahres zeigten sich die internationalen Märkte uneinheitlich. Europäische und asiatische Börsen profitierten, während die US-Märkte unter Gewinnmitnahmen im Technologiesektor litten. Anleiherenditen und der US-Dollar blieben weitgehend unverändert, während Gold und Öl angesichts geopolitischer Spannungen und geldpolitischer Unsicherheit zulegten.
Europäische Aktienmärkte zeigen sich freundlich
In den USA herrschte unter Investoren Zurückhaltung. Sowohl S&P 500 als auch Nasdaq gaben nach, ausgelöst durch Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien. Hinzu kamen Bedenken über den zunehmenden politischen Druck auf die Federal Reserve, nachdem der Vorsitzende Jerome Powell wegen zu hoher Renovierungskosten in Bezug auf die Fed-Zentrale angeklagt wurde. Die geopolitischen Spannungen bezüglich des Irans waren präsent, beeinflussten die Kurse jedoch nicht nachhaltig. Die Berichtssaison startete mit den großen US-Banken, deren Zahlen gemischt aufgenommen wurden. Das Quartalsergebnis des größten Chipauftragsfertigers TSMC überzeugte und beeinflusste die Technologiewerte zum Wochenende positiv. In Summe überwog jedoch die Rotation hin zu werthaltigen Titeln, während wachstumsorientierte Sektoren verloren.
In Europa legten die Leitindizes hingegen zu. Es präsentierten sich sowohl zyklische als auch defensive Sektoren robust, besonders der britische Markt profitierte von einer Erholung in den Bereichen Energie und Rohstoffe.
In Europa legten die Leitindizes hingegen zu. Es präsentierten sich sowohl zyklische als auch defensive Sektoren robust, besonders der britische Markt profitierte von einer Erholung in den Bereichen Energie und Rohstoffe.
Rentenmärkte tendieren seitwärts
Die Renditen europäischer Staatsanleihen tendierten seitwärts. Das gleichbleibende Inflationsniveau in Deutschland stützte die Erwartung einer weiter stabilen Geldpolitik seitens der EZB. In den USA hielten sich die Renditen auf Vorwochenniveau. Einerseits besteht die Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Zinspolitik der Federal Reserve. Gleichzeitig bleiben die Märkte wachsam bezüglich möglicher politischer Eingriffe in die Unabhängigkeit der Notenbank.
Deutliche Bewegungen bei den Rohstoffen
Gold gewann erneut, getrieben von geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten über die künftige Ausrichtung der US-Notenbank. Die jüngsten Ereignisse in Venezuela und Iran verstärkten die Nachfrage nach dem Edelmetall als sicheren Hafen. Öl zeigte sich volatil. Politische Risiken stützten die Preise, während Prognosen über ein globales Überangebot und hohe Lagerbestände dämpfend wirkten. Der US-Dollar blieb weitgehend stabil, unterstützt durch seine Rolle als Krisenwährung, obwohl geldpolitische Unsicherheiten zeitweise belasteten. Gegenüber dem Euro bewegte er sich in einer engen Spanne.
Schlusskurse wesentlicher Anlageklassen
US-Inflationsdaten bestimmen die Handelswoche
Die vergangene Handelswoche wurde vor allem von Ereignissen aus den Vereinigten Staaten geprägt. Den Auftakt machten die Daten zur Verbraucherpreisinflation für den Dezember. Im Monats- und Jahresvergleich stimmte sie mit den Erwartungen der Analysten überein. Der Index der Kerninflation, der Nahrungsmittel und Energie ausschließt, lag hingegen unter der Marktschätzung. Die Daten des US-Erzeugerpreisindex ergänzten das Inflationsbild in den USA auf Produzentenebene. Die Oktoberzahlen, die aufgrund des Government Shutdown bislang nicht veröffentlicht wurden, sind nachgeliefert worden. Auch die Zahlen des Folgemonats wurden bereitgestellt, die den Markterwartungen entsprachen und für keine Überraschungen sorgten.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen geringer aus als angenommen. Dass der Arbeitsmarkt weniger abkühlt, mindert den Druck auf die US-Notenbank Fed, ihr Leitzinsband zu senken. Im Rahmen unserer Hausmeinung gehen wir bei der in zwei Wochen anstehenden Fed-Sitzung von unveränderten Zinsen aus.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen geringer aus als angenommen. Dass der Arbeitsmarkt weniger abkühlt, mindert den Druck auf die US-Notenbank Fed, ihr Leitzinsband zu senken. Im Rahmen unserer Hausmeinung gehen wir bei der in zwei Wochen anstehenden Fed-Sitzung von unveränderten Zinsen aus.
Was nächste Woche wichtig wird
US-BIP und Quartalszahlen im Fokus
In der kommenden Woche werden die Daten zum US-BIP für das dritte Quartal mit Spannung erwartet, wobei ein Zuwachs von 4,3 % gegenüber dem Vorquartal prognostiziert wird. Trotz all der geopolitischen Unsicherheiten entwickelt sich die US-Wirtschaft gut und von einer konjunkturellen Abkühlung ist aktuell wenig zu sehen. Darauf deuten auch die ersten Quartalszahlen hin, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden. In der nächsten Woche setzt sich die Berichtssaison fort. Dann werden weitere Unternehmenszahlen das Bild der US-Wirtschaft abrunden.
Auch auf der anderen Seite des Atlantiks werden wichtige Daten veröffentlicht. Dabei stehen die Dezemberdaten zur Verbraucherpreisinflation im Euroraum und im Vereinigten Königreich an. Aus Anlegersicht rücken in Asien zwei Ereignisse in den Mittelpunkt. Zunächst werden die chinesischen BIP-Zahlen für das vierte Quartal bekanntgegeben, bevor die japanische Zentralbank ihren Zinsentscheid mitteilt.
Auch auf der anderen Seite des Atlantiks werden wichtige Daten veröffentlicht. Dabei stehen die Dezemberdaten zur Verbraucherpreisinflation im Euroraum und im Vereinigten Königreich an. Aus Anlegersicht rücken in Asien zwei Ereignisse in den Mittelpunkt. Zunächst werden die chinesischen BIP-Zahlen für das vierte Quartal bekanntgegeben, bevor die japanische Zentralbank ihren Zinsentscheid mitteilt.
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Diese Publikation ist eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Sie stellt keine individuelle Wertpapier-, Vermögens- oder Anlageberatung oder ein Vertragsangebot dar und ist nicht als Empfehlung zu einer bestimmten Geldanlage zu verstehen.
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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft. Die Wertentwicklung kann durch Währungsschwankungen beeinflusst werden, wenn die Basiswährung des Wertpapiers/ Indexes von EURO abweicht.
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Die apoBank wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frankfurt am Main sowie die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main. Diese Publikation beruht auf von der apoBank nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt die unverbindliche Auffassung der apoBank über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wider. Des Weiteren übernimmt die apoBank keine Haftung für Verluste, die durch die Verteilung und/ oder Verwendung dieser Informationen verursacht werden und/ oder mit der Verwendung dieser Informationen in Zusammenhang stehen. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt.
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