Aktuelle Kapitalmarktinformationen


Ausblick auf die Woche vom 6. Februar 2023


Die Ruhe nach dem Sturm?

Eine turbulente Handelswoche mit zahlreichen Notenbankentscheidungen und Konjunkturdaten liegt hinter uns. Die neue Woche präsentiert sich ruhiger. Aufmerksamkeit erhalten die verspätet gemeldeten Inflationszahlen. Jedoch haben Daten aus den anderen europäischen Ländern in der letzten Woche schon den Trend vorgegeben. Des Weiteren tritt die Geopolitik wieder stärker in Erscheinung trotz der Absage der Reise des US-Außenministers nach China.

Was diese Woche wichtig wird


Geopolitische Konflikte im Fokus

Für Sonntag und Montag hatte US-Außenminister Antony Blinken seine Reise nach China terminiert. Es wäre die erste Reise eines US-Außenministers nach China seit 2018 gewesen. Doch vorerst bleibt der damalige Besuch von Mike Pompeo weiter der letzte. Denn nach der Enttarnung chinesischer Spionagemaßnahmen am Freitag wurde die Reise kurzfristig abgesagt. Zum Wochenauftakt wird das Thema an den Börsen und die damit wieder steigenden US-amerikanisch-chinesischen Spannungen für Gesprächsstoff sorgen.

Am Sonntag ist die nächste Stufe des EU-Embargos gegen russisches Öl in Kraft getreten. Ab nun fallen auch Importe von raffinierten Ölerzeugnissen wie Benzin oder Diesel unter den Bann. Das bisherige Embargo traf lediglich aus Russland stammendes Rohöl. Ob das vollständige Embargo entsprechende Erzeugnisse verteuert, bleibt abzuwarten.

Deutsche Industrieproduktion zeigt begrenzte Schwäche

Die deutsche Industrieproduktion hat sich bisher trotz hoher Energiepreise und schwächerer Nachfrage stabil gezeigt. Dafür verantwortlich waren insbesondere die während der Corona-Pandemie entstandenen hohen Auftragsbestände, von denen die Unternehmen weiter zehren. Die Neuaufträge waren zuletzt jedoch rückläufig, auch wenn Daten zum Wochenauftakt zeigen, dass im Dezember das Ordervolumen überraschend stark angestiegen ist. Die Industrieproduktion ist voraussichtlich dennoch leicht zurückgegangen.

Deutsche Inflationsrate kommt mit Verspätung

Letzte Woche wurde die deutsche Inflationsrate aufgrund eines Software-Problems überraschend nicht gemeldet. Dies soll nun nachgeholt werden. Anders als für die europäischen Zahlen aus der letzten Woche dürfte die deutsche Teuerungsrate durch statistische Effekte im Zusammenhang mit den vom Staat übernommenen Abschlagszahlungen für Gas- und Fernwärmekunden im Januar noch einmal gestiegen sein. Dennoch sollte in den kommenden Monaten der Disinflationstrend auch hierzulande einsetzen und die Inflationsraten deutlich sinken.

Konsumentenvertrauen in den USA setzt Erholung fort

Das Verbrauchervertrauen in den USA erreichte im Juni sein Allzeittief. Seitdem ist ein beinahe kontinuierlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Auch im Februar dürfte das Vertrauen minimal zugelegt haben. Dieser Trend lässt sich jedoch nicht in den harten Daten wiederfinden. Die US-Einzelhandelsumsätze sind im November und Dezember gesunken.

Ihr Analysten-Team

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