Existenzgründungen

Analyse der Gründungen von Hausarztpraxen

Gründungsverhalten von Hausärzten 2018/19

Praxisinvestitionen bei Hausärzten
Die Praxisinvestitionen sind erneut auf einen Höchststand geklettert: Die gezahlten Kaufpreise liegen bei 159.700 Euro sind im Vergleich zu den Preisen 2012/13 um rund 44.000 Euro gestiegen.
Übernahmepreise bei Existenzgründungen
Mit zunehmender Verstädterung steigen auch die Preise, die für die Übernahme einer Einzelpraxis gezahlt werden müssen. Bei annähernd ähnlichen Investitionsbudgets liegt der reine Übernahmepreis in großstädtischen Gebieten rund 35.000 Euro über dem Übernahmepreis eine Einzelpraxis im ländlichen Bereich.
Trend zu hochpreisigen Praxen bei Hausärzten
Erkennbarer Trend: Wurden vor fünf Jahren für fut die Hälfte aller Einzelpraxen, die von Hausärzten gegründet wurden, "nur" bis zu 100 Tausend Euro ausgegeben, so ist dieser Anteil auf ein Drittel zurückgegangen. - Dagegen stieg der Anteil von ""teuren" Praxen von 1 Prozent auf 7 Prozent, d.h. hier haben die Existenzgründer für ihre Praxisinvestition über 300 Tausend Euro bezahlt.
Investitionsverhalten von Frauen und Männern
Bei weiblichen wie auch männlichen Existenzgründern steigen seit Jahren die getätigten Praxisinvestitionen. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So gaben Männer 2018/2019 mit durchschnittlich 173.000 Euro rund ein Fünftel mehr für die Niederlassung aus als Frauen.

Existenzgründung Hausärzte 2018/19


Praxisinvestitionen auf dem Höchststand

Die aktuell gezahlten Übernahmepreise für die Übernahme einer Einzelpraxis sind mittelfristig gegenüber 2015 um fast 25.000 Euro gestiegen. Mit 159.700 Euro hat das gesamte Investitionsvolumen einen neuen Höchststand ereicht. Damit war diese Niederlassungsform (in einer Einzelpraxis durch Übernahme einer bereits bestehenden Praxis) die häufigste und auch die teuerste.

Gesamtinvestitonen sind der Kaufpreis - dessen ideeller Wertanteil vom Patientenstamm, dem Image und der Lage der Praxis abhängt, - plus die weiteren Investitionen in medizinisch-technische Geräte, Einrichtung, EDV sowie Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen. Diese weiteren Investitionensind auf einen Höchststand von durchschnittlich 57.000 Euro angewachsen.

Einzelpraxis bleibt die häufigste Niederlassungsart

55 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer haben sich bei der Niederlassung für die Einzelpraxis entschieden. Sie ist die häufigste der Niederlassungsformen und findet in der Regel durch die Übernahme einer bereits bestehenden Praxis statt. Nur sechs Prozent der Praxisgründungen waren tatsächliche Neugründungen.  

Die Kosten für eine Praxisübernahme

Ein Blick auf den Zusammenhang zwischen Kaufpreisen und geographischer Lage zeigte, dass Hausärzte im Westen Deutschlands die höchsten Kaufpreise für Praxisübernahmen mit knapp 127.300.000 Euro im Schnitt zahlten.
In den östlichen Bundesländern lagen die Durchschnittswerte mit 86.100 Euro niedriger, im Norden sogar noch etwas niedriger (85.000 Euro).

Der Trend geht aufs Land

Junge Ärzte entscheiden sich häufiger fürs Land als ältere. Die Auswertungen der hausärztlichen Existenzgründungen zeigen ein interessantes Bild, wenn man das Gründungsverhalten der einzelnen Generationen vergleicht.  Der Anteil der Ärzte bis 35 Jahre, die sich in ländlichen Gebieten niedergelassen haben, liegt seit Jahren deutlich höher als in den Altersgruppen darüber.

Gleichzeitig lassen sich junge Hausärzte seltener in der Großstadt nieder, verglichen mit ihren älteren Kollegen .

Das widerspricht der Auffassung, dass die junge Generation das Landleben scheuen würde. Ob ein Standort letztendlich als attraktiv gesehen wird, hängt stark von der öffentlichen Infrastruktur sowie den dort vorherrschenden Arbeits- und Lebensbedingungen ab.

Fazit: Einzelpraxis die häufigste und teuerste Niederlassungsform

Zusammenfassend ergibt sich bei Ärzten in Bezug auf die strukturellen Entwicklungen folgendes Bild:
  1. Beim ärztlichen Existenzgründungsmarkt verhält es sich wie beim Existenzgründungsgeschehen von Apothekern und Zahnärzten. Es handelt sich um einen klassischen Übernahmemarkt. Die Einzelpraxisübernahme ist seit Jahren der präferierte Weg in die Selbständigkeit.
  2. Der Kooperationsanteil hat sich mittlerweile auf 40 Prozent eingependelt. Mit 32 Prozent ist er im Osten am geringsten.
  3. Die Niederlassung in der Großstadt wird am präferiert. Der Anteil an Praxisneugründungen ist mit acht Prozent auf dem Land am Höchsten. In der Großstadt beträgt er lediglich drei Prozent.
  4. Der Frauenanteil steigt weiter. Aktuell liegt er bei 62 Prozent. Im Osten und West ist mit 64 Prozent bzw. 63 Prozent er am höchsten.

Methodik:
Die Analyse der Existenzgründungen unter den Hausärzten wird jährlich von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) sowie dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) vorgelegt.

 
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