"Die digitale Beratung klappt wunderbar"


Tim Graaf, Marktgebietsleiter Bayern-Süd

Digitale und persönliche Finanzberatung


Wie funktioniert Finanzberatung für Heilberufler, während ganz Deutschland im Lockdown festsitzt? Tim Graaf, Marktgebietsleiter, über unerwartete Einsichten und unermüdliche Mitarbeiter.

Herr Graaf, ein Jahr Corona und noch kein Ende in Sicht - wie reagieren die Kunden, wie kommen die Mitarbeiter zurecht?

Anfangs war die Unsicherheit natürlich auch bei den Heilberuflern groß: Wie kann man sich absichern, wenn erst einmal die Patienten wegbleiben? Was wird aus Gründungen mitten in einer Pandemie - und wie legt man sein Geld jetzt sicher an? Solche Fragen gab es zu Beginn oft. Dass wir in den ersten Corona-Monaten unkompliziert Liquidität bereitgestellt haben, hat sicher zur Beruhigung beigetragen.

Die große Mehrheit unserer Kunden ist bislang gut durch die Pandemie gekommen - und schätzt auch, wie flexibel unsere Teams im Moment agieren. Vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann ich wirklich nur meinen Hut ziehen, sie haben unglaublichen Einsatz gezeigt in den letzten Monaten.

Wie sind Sie jetzt in der Pandemie für Ihre Kundinnen und Kunden da?

Seit dem zweiten Lockdown im Herbst arbeiten wir im Split-Modus, die Berater sind also im zweiwöchentlichen Wechsel für Kundengespräche in den Filialen präsent. Anfangs war ich zugegebenermaßen skeptisch, ob da nicht Chaos ausbricht oder zu viel liegen bleibt. Aber inzwischen habe ich meine Meinung komplett revidiert. Regelmäßige Tests, Plexiglaswände und ein ausgefeiltes Hygienekonzept sorgen dafür, dass keiner Angst vor einer Infektion haben muss. Zugleich führen wir einen Großteil der Beratungen im Moment per Videokonferenz durch, was auch wunderbar klappt. Bei Spezialfragen schaltet sich einfach der jeweilige Experte dazu.

Lässt sich alles über Video-Calls lösen?

Nicht alles, aber sehr viel. Wir haben sogar Immobilien-Verkäufe virtuell abgewickelt, inklusive Beurkundung durch den Notar. Die Kunden sind hochzufrieden damit, dass sie jetzt auch solche komplexen Vorgänge von der Praxis oder dem Sofa zuhause aus mit uns erledigen können. Vor Corona fanden etwa 90 Prozent der Gespräche in den Filialen statt - jetzt hat sich das komplett gedreht. Und der Anteil digitaler Beratung wird sicher auch nach der Pandemie hoch bleiben. Wir stellen uns mehr und mehr so auf, dass wir für unsere Kunden auf sämtlichen Kanälen erreichbar sind.

Die apoBank bietet in normalen Zeiten ja viele Veranstaltungen und Seminare an – wie steht es damit im Moment?

Präsenz-Termine waren und sind schwierig. Aber über die Plattform univiva können wir unseren Kunden eine große Vielfalt an wirklich hochwertigen Online-Seminaren anbieten, vom Praxismanagement- bis zum Telemedizin-Workshop. Das kommt super an, zumal Corona ja nichts daran ändert, dass viele Heilberufler regelmäßig Fortbildungspunkte sammeln müssen. Die sind auf univiva bei jeder Veranstaltung transparent ausgewiesen.

Sie haben es vorhin angesprochen: Gerade Heilberufler, die in den letzten Monaten gegründet haben, standen vor besonderen Herausforderungen. Gab es da nicht viele, die ihre Pläne erst einmal aufgeschoben haben?

Im großen Stil ist das jedenfalls nicht passiert - wer da Sorgen hatte, dem konnten wir sie mit unseren Marktdaten jedenfalls nehmen. Wer für seine Niederlassung den richtigen Standort wählt und ein vernünftiges Konzept hat, der muss sich auch durch Corona nicht bremsen lassen. Die Gründungen, die wir in den vergangenen Monaten begleitet haben, sind sehr erfolgreich verlaufen. Wenn es nötig war, sind unsere Berater dann eben auch mal kurzfristig in bayerische Dörfer gefahren, um unkompliziert zu unterstützen.

Hat sich die Beratung eigentlich auch inhaltlich verändert?

Die Corona-Krise hat viele dazu bewegt, noch einmal grundsätzlich über die Absicherung persönlicher Lebensrisiken nachzudenken, etwa über Berufsunfähigkeitsversicherungen. Auch die Frage, wie man in Nullzins-Zeiten die richtigen Investments findet, beschäftigt viele. Mehr Heilberufler als früher interessieren sich außerdem für Anlagen in Biotech- und Medizinwerte. Als auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Bank können wir da natürlich punkten - und vor allem ganzheitlich beraten.

Zur Person

Der Bankbetriebswirt Tim Graaf, 38 Jahre, arbeitet seit 12 Jahren bei der apoBank. Nach mehrjährigen Stationen in Essen und Bremen ist er heute als Marktgebietsleiter für die Region Bayern-Süd verantwortlich. 

Das Gespräch fand im April 2021 statt.
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