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Aktuelle Kapitalmarktinfos

30.03.2020 - Aktuelle Kapitalmarktinformationen


Zahlreiche Stimuli sorgten an den Börsen in der vergangenen Woche für eine bessere Stimmung. Am Freitag kehrte jedoch erneut Ernüchterung ein, obwohl das US-Repräsentantenhaus endgültig dem US-Konjunkturpaket von mehr als 2 Bio. US-Dollar zustimmte. Entsprechend verhalten gestaltet sich der Börsenauftakt zum Wochenbeginn.

Aktien: Kursverluste zum Wochenende


Die Aktienmarktrallye, die am Montag vergangene Woche einsetzt, kam am Freitag zu einem Ende. Nichts desto trotz beendeten die meisten Leitindizes die Handelswoche auf Wochensicht mit einem deutlichen Plus. Nach zahlreichen Stimuli der Geld- und Fiskalpolitik in den vergangenen beiden Wochen blieb neuer Schwung für die Märkte zum Wochenende hin aus. Dazu kam, dass US-Präsident Trump rhetorisch Vorbereitungen traf, die USA darauf einzustellen, dass die US-Wirtschaft über Ostern hinaus mit massiven Einschränkungen leben muss. Die asiatischen Märkte eröffneten am Montagmorgen die Woche im Minus trotz neuer zinspolitischer Maßnahmen der chinesischen Zentralbank.

Renditen auf Staatsanleihen geben nach


Kursverluste am Aktienmarkt gehen zumeist mit fallenden Renditen am Rentenmarkt einher, da Anleger ihr Geld in „sichere“ Häfen wie Bundesstaatsanleihen umschichten. Dass sich zum Ende der Handelswoche eine entsprechende Entwicklung einstellte, zeigt, dass die gewohnten Zusammenhänge zwischen den Teilmärkten zumindest temporär wieder funktionieren.

China senkt Zinsen


Auch wenn Chinas wirtschaftliche Schwächephase bereits länger als die Coronapandemie anhält, so zeigte sich die dortige Zentralbank (PBoC) stets zurückhaltend mit Zinssenkungen. Vielmehr hatte Peking geldpolitisch in den vergangenen beiden Jahren versucht, mittels Liquiditätsmaßnahmen die Wirtschaft zu stabilisieren, auch um die hohe Verschuldung, vor allem der staatseigenen Betriebe, nicht weiter anschwellen zu lassen. Heute verkündete Chinas Zentralbank ihre seit 2015 größte Zinssenkung bei Geschäften mit Banken des Landes auf Wochenbasis. Analysten sehen diesen Schritt als Vorbereitung, dass die PBoC demnächst auch ihren Leitzins erstmals wieder senken könnte.

US-Wirtschaft an Ostern nicht wieder geöffnet


Noch zum Wochenbeginn schien sich US-Präsident Trump sicher, dass seine Regierung bereits vor Ostern jüngste Maßnahmen zum Eindämmung des Coronavirus wieder zurücknehmen könne, um die US-Konjunktur im Wahljahr vor größeren Einbrüchen zu schützen. Doch bereits am Freitag musste sich der US-Präsident von vielen Gouverneuren der US-Bundesstaaten Kritik gefallen lassen, dass entsprechende Pläne zu früh kämen. Übers Wochenende folgte daher die Kehrtwende. „Social Distancing“-Maßnahmen sollen nach den Worten Trumps und seiner Berater vom Wochenende nun bis mindestens Ende April in Kraft bleiben. Der Tiefpunkt der Krise, so hofft Trump, soll nun erst bis Anfang Juni durchschritten sein. Sicher dürfte Trump bei seiner Kehrtwende auch von den in den USA weiter stark steigenden Infektionszahlen beeinflusst worden sein.

Ratingagenturen skeptisch


Als erstes hat es Großbritannien getroffen. Massive fiskalische Stimuli und Rettungsschirme für die heimische Wirtschaft stellen nach Überzeugung der Ratingagentur Fitch ein Risiko für die Bonität des britischen Staates dar. Entsprechend senkte die Ratingagentur ihr Rating für das Vereinigten Königreichs um eine Stufe von AA auf noch AA-. Zudem behielt sie trotz Herabstufung den negativen Ausblick bei. Weiteren Volkswirtschaften könnten entsprechende Downgrades in den kommenden Monaten ebenfalls drohen.

Ihr Analysten-Team

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