Aktuelle Kapitalmarktinfos

03.06.2020 - Aktuelle Kapitalmarktinformationen


Kräftige Kurssprünge an den internationalen Aktienmärkten prägten den Handel am Dienstag. Dabei traten negative Schlagzeilen erneut in den Hintergrund. Treibende Kraft hinter der Rallye blieben die weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen in zahlreichen Ländern.

DAX im Hechtsprung über 12.000 Punkte


An den weltweiten Aktienmärkten setzte sich die Rallye gestern eindrucksvoll fort. Selbst die gegenwärtigen sozialen Unruhen in vielen US-Städten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz konnten die Hausse nicht aufhalten. Anleger richteten ihr Augenmerk stattdessen auf die weltweiten Lockerungen der Corona-Beschränkungen und die Aussicht auf eine rasche Erholung der globalen Konjunktur. Zu den größten Tagesgewinnern zählten deutsche Aktien. Nachdem noch am Montag feiertagsbedingt der Handel in Deutschland geruht hatte, fiel das Kursplus beim deutschen Leitindex besonders kräftig aus.

Euro dank Dollar im Aufwind


Der gestiegene Konjunkturoptimismus ließ die Renditen auf US-amerikanische Staatsanleihen gestern über sämtliche Laufzeiten ansteigen. Dahingegen gaben die Renditen auf europäische Staatsanleihen mehrheitlich nach. Nennenswerte Ausnahme waren italienische Staatsanleihen. Am Devisenmarkt verhalf die anhaltende Dollarschwäche dem Euro zum Sprung über die Marke von 1,12. Klassische sichere Häfen, wie der Schweizer Franken und der Japanische Yen, standen auf der Verkaufsliste. Die in der Coronakrise stark unter Druck geratenen Schwellenländerwährungen machten weiter Boden gut.

Demonstrationen trotz Ausgangssperren in den USA


Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minnesota vor einer Woche hielten die sozialen Unruhen in den USA auch gestern an. Trotz bestehender Ausgangssperren wegen der Coronapandemie kam es in vielen Großstädten zu Demonstrationen, vereinzelt auch zu Plünderungen wie in New York. US-Präsident Trump kündigte an, die Unruhen notfalls mit dem Einsatz von Gewalt zu stoppen. Hierfür sollen alle verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte mobilisiert werden. Zudem warf er den Gouverneuren der betroffenen Bundesstaaten eine zu lasche Gangart vor.

Viele Fragezeichen hinter deutschem Konjunkturpaket


Eigentlich wollten die Spitzenvertreter der Regierungskoalition schon gestern ein umfangreiches Konjunkturpaket zur Stimulierung der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr vorlegen. Doch weil die Vorstellungen von CDU, CSU und SPD bei den zwei zentralen Fragen Autokaufprämien und finanzielle Hilfe für Kommunen zu weit auseinanderlagen, bliebe eine Einigung aus. Stattdessen werden die Gespräche heute fortgesetzt. Dabei geht es auch um die umstrittene Frage der Höhe des Konjunkturpakets. Während CSU-Vorsitzender Söder für eine Summe von 100 Milliarden Euro plädiert, lehnen Vertreter der SPD eine solche Obergrenze ab.

Was heute wichtig wird


Die Bundesagentur für Arbeit berichtet heute über die Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Mai, während das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos seinen Ausblick auf das laufende Jahr vorstellt. In den USA werden am Nachmittag der vielbeachtete ISM-Einkaufsmanagerindex im Mai sowie die Auftragseingänge der Industrie im April bekannt gegeben. Schließlich setzten die EU und Großbritannien ihre Brexit-Verhandlungsgespräche fort.

Ihr Analysten-Team

alt

Jetzt mit einem Berater darüber sprechen.

Ja, ich möchte beraten werden.

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir vereinbaren schnellstmöglich gerne einen Beratungstermin mit Ihnen.

Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und darf weder ganz noch teilweise an andere Personen weiter verteilt oder veröffentlicht werden.

Disclaimer:
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (im Folgenden auch apoBank genannt), Düsseldorf, wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24 – 28, 60439 Frankfurt am Main sowie die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main.
Diese Publikation beruht auf von der apoBank nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt die unverbindliche Auffassung der apoBank über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder. Des Weiteren übernimmt die apoBank keine Haftung für Verluste, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokumentes verursacht werden und/oder mit der Verwendung dieses Dokumentes in Zusammenhang stehen. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt. Nachdruck nur mit Genehmigung der apoBank.


 
+49 2115998 0
Hotline Kundenservice | Mo-Fr 7-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr
+49 116 116
Hotline Kartensperre 116 116
+49 2115998 8000
Hotline eBanking | Mo-Fr 7-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr
+49 2115998 5000
Hotline Kontoservice | Mo-Fr 7-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr