Aktuelle Kapitalmarktinfos

07.08.2020 - Aktuelle Kapitalmarktinformationen


Die gute Entwicklung der europäischen Industrie und des US-Arbeitsmarkts sorgten gestern für positive Überraschungen. Während die US-Aktienindizes daraufhin zulegten, sorgten steigende Neuinfektionszahlen und enttäuschende Quartalsberichte in Europa für Kursverluste.

US-Aktien lassen den Rest der Welt hinter sich


Das Robert-Koch-Institut meldete für Deutschland gestern zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder mehr als 1.000 Neuinfektionen an einem Tag. Auch in Frankreich, Spanien und Italien sind die Fallzahlen erhöht. Die jeweiligen Aktienindizes gaben daher deutlich nach. Auch eine Reihe enttäuschender Quartalsberichte von Unternehmen trug zu den Verlusten bei. Der frühe Handel in Asien begann heute ebenfalls mit Abgaben. Eine neue US-Finanzmarktregelung verlangt von dort börsengelisteten Unternehmen, den US-Behörden Einsicht in die Bilanzprüfung zu geben. Dies dürfte insbesondere auf chinesische Unternehmen abzielen. Zudem verbot Präsident Trump US-Bürgern Geschäfte mit den chinesischen App-Anbietern TikTok und WeChat.

Ruhe am Rentenmarkt


Europäische und US-Staatsanleihen waren gestern gefragt, was zu leichten Renditerückgängen führte. Auch sanken die Risikoaufschläge für die südeuropäischen Länder. Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen sank um ganze 5 Basispunkte knapp unter 1 %. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen bewegten sich kaum. Beinahe losgelöst von dem Geschehen auf dem Aktien- und Rentenmarkt legten Gold und Silber gestern erneut zu. Der Euro überstieg gestern kurzfristig die Marke von 1,19 US-Dollar, fiel anschließend aber wieder zurück. Die Türkische Lira gerät unterdessen immer stärker unter Druck.

Erholung der deutschen Industrie in Sicht


Italiens Industrieproduktion stieg im Juni gegenüber dem Vormonat um 8 % und die heute Morgen gemeldete deutsche Industrieproduktion stieg um knapp 9 %. Beide Werte waren besser als erwartet. Die gestern gemeldeten Auftragseingänge der deutschen Industrie, die einen Vorgeschmack auf die Entwicklung der Industrieproduktion in den nächsten Monaten geben, sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 28 % gestiegen, weit stärker als erwartet. Trotz dieser Erholung lag die Auftragslage weiterhin mehr als 10 % unter dem Vorjahresniveau.

Weniger US-Amerikaner beantragen Arbeitslosenhilfe


Die gestern gemeldete Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe lag mit etwa 1,2 Mio. zwar weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, verglichen mit dem Wert aus der Vorwoche von 1,4 Mio. stellt dies aber eine erfreuliche und unerwartete Verbesserung dar. Die Zahl der Menschen, die Arbeitslosenhilfe beziehen, sank ebenfalls unerwartet deutlich von knapp 17 Mio. auf 16,1 Mio. Eine mögliche Erklärung ist, dass die im letzten Monat ausgelaufene Erhöhung der Arbeitslosenhilfe den Druck, eine Arbeit zu finden oder zu halten, erhöht hat. Dass aber immer noch keine Einigung über ein neues Hilfspaket im US-Kongress gefunden wurde, sorgt für zunehmende Nervosität unter Anlegern.

Was heute wichtig wird


Die Zahlen der Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA werden mehr Klarheit über die jüngste Arbeitsmarktentwicklung bringen. Für Deutschland werden die Auftragseingänge der Industrie für Juni gemeldet und aus Italien die Industrieproduktion. Die Zentralbank von Indien verkündet heute ihre Zinsentscheidung, nachdem bereits heute Morgen die Bank of England ihren Leitzins unverändert gelassen hat.

Ihr Analysten-Team

alt

Jetzt mit einem Berater darüber sprechen.

Ja, ich möchte beraten werden.

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir vereinbaren schnellstmöglich gerne einen Beratungstermin mit Ihnen.

Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und darf weder ganz noch teilweise an andere Personen weiter verteilt oder veröffentlicht werden.

Disclaimer:
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (im Folgenden auch apoBank genannt), Düsseldorf, wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24 – 28, 60439 Frankfurt am Main sowie die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main.
Diese Publikation beruht auf von der apoBank nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt die unverbindliche Auffassung der apoBank über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder. Des Weiteren übernimmt die apoBank keine Haftung für Verluste, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokumentes verursacht werden und/oder mit der Verwendung dieses Dokumentes in Zusammenhang stehen. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt. Nachdruck nur mit Genehmigung der apoBank.


 
+49 2115998 0
Hotline Kundenservice | Mo-Fr 7-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr
+49 116 116
Hotline Kartensperre 116 116
+49 2115998 8000
Hotline eBanking | Mo-Fr 7-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr
+49 2115998 5000
Hotline Kontoservice | Mo-Fr 7-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr