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apoInstitutionell: Wissenstransfer für professionelle Anleger

Jahresausblick 2026

Anlagetrends für das Jahr 2026 aus Sicht der Profis

12. Januar 2026 | apoBank Düsseldorf
Der Jahresstart 2026 knüpft an die starke Performance der globalen Aktienmärkte aus dem Vorjahr an. Trotz neuer geopolitischer Spannungen – zuletzt durch die US-Intervention in Venezuela und Trumps Drohungen gegenüber Grönland – setzte sich die insgesamt positive Entwicklung an den Kapitalmärkten fort. Doch wie belastbar ist dieser Optimismus?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt unserer Veranstaltung „apoInstitutionell: Jahresausblick für professionelle Anleger“. Rund 50 institutionelle Kundinnen und Kunden folgten der Einladung, moderiert von Mirko Engels, Leiter Institutionelle Kunden der apoBank und Geschäftsführer der apoAsset.

Keine KI-Blase in Sicht – Wachstum schlägt Geopolitik

Die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten wecken vereinzelt Sorgen vor einer neuen Blasenbildung – insbesondere durch den Hype rund um Künstliche Intelligenz. Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der apoBank, gab hier vorerst Entwarnung: „Entgegen früherer Boomphasen etwa zu dot.com-Zeiten ist die starke Marktentwicklung diesmal von steigenden Gewinnerwartungen der Unternehmen unterstützt.“

Auch von konjunktureller Seite erwartet Pfingsten positive Impulse: „Dank eines günstigeren Mix aus Fiskal- und Geldpolitik sorgt die US-Wirtschaft für eine positive Überraschung und wächst dynamischer als im Vorjahr“, so eine seiner Thesen für das Jahr 2026. Auch China habe das Potenzial, die Erwartungen zu übertreffen, weil die Regierung nachhelfe, das offizielle Wachstumsziel zu erreichen.

Für die globalen Aktienmärkte bedeute das, dass die Erträge weiterhin positiv sind, aber geringer ausfallen als im Vorjahr. „Hohe Erwartungen an die Gewinnentwicklung, erhöhte Bewertungen und ein kritischer Blick auf die hohen IT-Investitionen lassen nur wenig Raum für darüber hinaus gehende Kursgewinne“, so Pfingsten.

Regional bevorzugt die apoBank 2026 vor allem die Emerging Markets. Neben guten Wachstumsaussichten und einer vergleichsweise niedrigen Bewertung profitieren die Schwellenländer Denn viele von ihnen sind in US-Dollar verschuldet – ein Vorteil, wenn die Leitwährung an Wert verliert.

Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens als Investitionschance

Neben Aktien rückt Private Debt, also die Finanzierung von Unternehmen durch Darlehen jenseits klassischer Bankkredite, als attraktive Anlageklasse stärker in den Fokus. Institutionelle Investoren profitieren von einem hohen Renditepotenzial, stabilen Cashflows, Illiquiditätsprämien und guten Diversifikationseigenschaften.

Eine interessante Zielbranche innerhalb der Anlageklasse Private Debt ist dabei der Gesundheitsmarkt, wie Sandro von Korff, Bereichsleiter Firmenkunden der apoBank, und Christoph Neff, Leiter Corporate Finance den Veranstaltungsteilnehmenden erläuterten. Getrieben durch Demografie, Digitalisierung und regulatorische Reformen wächst der Gesundheitsmarkt dynamisch. Dabei steigt der Finanzierungsbedarf, da die Transformation Investitionen in Infrastruktur, Technologie und Personal erfordert.

Dieser zusätzliche Finanzierungsbedarf lässt sich, so die Experten, durch klassische Bankkredite und öffentliche Mittel immer weniger decken. Die dadurch entstehende Finanzierungslücke werde verstärkt durch Private Debt gefüllt, deren Bedeutung als wichtige Finanzierungsquelle für Unternehmen im Gesundheitsmarkt kontinuierlich steige.

Um institutionellen Anlegern Investitionen in den Markt zu ermöglichen, hat die apoBank mit DCCP Deutsche Credit, einer Asset Management Plattform für private Kredite, eine Debt Fonds Kooperation geschlossen. Eine erste Fallstudie präsentierte eindrucksvoll das Renditepotenzial der Kooperation.

Healthcare Private Equity weiterhin attraktiv

Eine andere Möglichkeit, am Wachstum des Gesundheitsmarkts zu partizipieren, bietet die Anlageklasse Private Equity.

Private Equity Investitionen allgemein haben aufgrund attraktiver Einstiegsbewertungen zuletzt weiter an Zuspruch im institutionellen Umfeld gewonnen. Und auch hier spielt der Gesundheitsmarkt, genauer gesagt der Subsektor Health Care Services, laut Jan-Frederik Modell, Direktor bei Black Rock Private Equity Partners, eine wichtige Rolle. Der Grund: skalierbare Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden und gut planbaren Cashflows.

Die apoBank hat bereits 2020 zusammen mit BlackRock Private Equity Partners eine Strategie entwickelt, die institutionellen Anlegern mittels eines innovativen Beteiligungsmodells Zugang zum Gesundheitsbereich des Private Equity Marktes ermöglicht. Mittlerweile ist der Portfolioaufbau wie geplant abgeschlossen.
 

Diversifikation lohnt sich wieder

Eine wichtige Erkenntnis aus dem Kapitalmarktjahr 2025 hatte Christian Hein, Senior Portfolio Manager der apoBank-Tochter apoAsset, im Gepäck: Diversifikation lohnt sich wieder. In den Jahren zuvor hatte die Dominanz und fulminante Wertentwicklung der so genannten Magnificent 7 dieses Grundprinzip der Kapitalanlage infrage gestellt und aktive Fondsmanager vor Herausforderungen gestellt.

2025 konnten gut diversifizierte Portfolios erstmals wieder Mehrwerte liefern, so Hein. Unter anderem hätten Rohstoffinvestments wie Gold und Silber historische Wertbeiträge geliefert. Das zeigte sich auch in den Multi Asset Portfolios der apoAsset, in denen aktive Fondsmanager teils deutlich höhere Renditen erzielen konnten als der jeweilige Vergleichsindex. Als Beispiel präsentierte Hein den Teilnehmenden das bereits mehrfach ausgezeichnete Global ETFs Portfolio der Fondsgesellschaft.

Impressionen von der Veranstaltung

Referenten v.l.: Christoph Neff (apoBank), Sandro von Korff (apoBank), Christian Hein (apoAsset), Reinhard Pfingsten (apoBank), Matthias Schellenberg (apoBank), Mirko Engels (apoBank), Jan-Frederik Modell (apoBank)
Mirko Engels (apoBank)
v.l.: Iven Gernetzke (apoBank), Sören Fethke, (Versorgungswerk der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern), Frank Michelkowski (apoBank)
v.l.: Andreas Hilder (Versorgungswerk der Apothekerkammer Westfalen-Lippe), Lars Bötel (apoBank), Christian Schmidt (Versorgungswerk der Apothekerkammer Westfalen-Lippe)
Reinhard Pfingsten (apoBank)
v.l.: Udo von den Hoff, Dr. Alexander-Simon Engels, Dr. Jürgen Schmitz (alle Versorgungswerk der Zahnärztekammer Nordrhein)
Sandro von Korff (apoBank)
Christoph Neff (apoBank)
Jan-Frederik Modell (Black Rock Private Equity Partners)
Dr. Torsten Hemker (Versorgungswerk der Ärztekammer Hamburg)
Christian Hein (apoAsset)