Wanderer zwischen den Welten


Digitalisierung im Gesundheitswesen mitgestalten


Gesundheitsökonom Florian Leppert im Gespräch

Heute zum Startup-Kongress, morgen im Gespräch mit dem Asset Management: Florian Leppert, Referent für Strategie und Projekte bei der apoBank, über seinen Alltag zwischen Digital-Pionieren, Heilberuflern und dem klassischen Bankgeschäft.      

Nein, ein klassischer Banker ist er nicht, trotz Banklehre vor dem Studium. Sieben Jahre hat der Gesundheitsökonom Florian Leppert vor seinem Einstieg bei der apoBank in Wissenschaft und Forschung verbracht. Heute, als Referent im Bereich Gesundheitsmärkte und -politik, treiben ihn vor allem zwei Fragen um: Wie verändert die Digitalisierung das Gesundheitswesen? Und was bedeutet das für die apoBank, welche Initiativen kann sie selbst entwickeln, um den Markt mitzugestalten?

Unterstützung für die digitale Praxis

"Mein Alltag spielt sich quasi zwischen den Welten ab", erzählt der 38-Jährige. Er ist vernetzt in der Digital-Health-Community und hat die neuesten Entwicklungen in der Gesundheitspolitik auf dem Schirm, hält Kontakt zu Unternehmen im Health Care-Markt ebenso wie zu den Experten innerhalb der Bank, die sich um neue Investitions-Möglichkeiten kümmern. Als Co-Projektleiter ist Leppert außerdem für apoHealth zuständig, das Kompetenzzentrum der apoBank zur Digitalisierung im Gesundheitsmarkt. "Im Moment steht hier für uns im Fokus, wie wir Kunden auf dem Weg in die digitale Praxis unterstützen können", erzählt er.

Direkter Austausch mit Bankkunden

Das interdisziplinäre apoHealth-Team screent dafür nicht nur die Trends bei Tools und Anbietern, sondern treibt auch Modellprojekte wie etwa die Zahnarztpraxis der Zukunft voran. "Ein Großteil unserer Arbeit besteht aus Kommunikation", so Leppert. Das Team organisiert und moderiert Networking-Veranstaltungen, ist auf Konferenzen für Entscheider im Gesundheitsmarkt präsent und bündelt Digital-Wissen etwa in praxisnahen Ratgebern für Kunden. "Wir telefonieren auch mal direkt mit Ärzten und Apothekern, wenn jemand spezifische Fragen zum Digitalmarkt hat. Dieser Austausch macht Spaß - und er hilft natürlich den Beratern, die auf uns verweisen können."

Ausprobieren als Haltung

Zugleich ist es Leppert ein Anliegen, den Geist der Digital-Pioniere ein Stück weit in der Bank zu verbreiten. Dazu reisen er und seine Kollegen auch zu den apoBank-Filialen, um dort ihr Know-how weiterzugeben. Als ausgebildeter Scrum Master bringt er sich außerdem ein, wenn es gilt, mit agilen Methoden und Design Thinking Antworten für sich wandelnde Bedürfnisse zu finden. "Etwas ausprobieren, in kleinerem Rahmen verproben, selbst wenn daraus kein riesiges Projekt wird - das ist die Haltung, die auch Banken zumindest in Teilen von der Startup-Szene übernehmen können", sagt er. Mit den Köpfen von naontek, der apoBank-Tochter, die neue Geschäftsmodelle im Ökosystem Gesundheit entwickelt, tauscht er sich zu solchen Fragen regelmäßig aus. Mindestens ebenso wichtig ist ihm der Dialog etwa mit den Asset Managern der Bank: "Wir wollen vielversprechende Neugründungen selbst finanziell unterstützen. Dazu entwickeln wir im Moment ein eigenes Modell."

Das Mindset ändert sich rasant

Wie Leppert die aktuelle Entwicklung im Digital Health-Markt sieht? Corona, meint er, habe zwar als Katalysator viel beschleunigt, was etwa der Boom bei Video-Sprechstunden zeige. "Aber für viele Startups waren die letzten Monate hart, weil es kaum Konferenzen, kaum direkte Kontakte mit potenziellen Investoren gab." Inzwischen beobachte er eine Stimmung des 'gespannten Abwartens', etwa weil die Gesundheitspolitik Weichen neu gestellt habe. Vor allem die Option, Apps auf Rezept zu verordnen, bringe jetzt enorme Schubkraft in den Markt. "Das Mindset im Gesundheitswesen ändert sich rasant, auch in den Fachgesellschaften und den Ministerien." Insofern ist Florian Leppert seine Rolle als Wanderer zwischen den Welten gerade recht: Unterwegs zwischen Bankwelt, Digital-Health-Szene und Heilberuflern, dort, wo es derzeit besonders spannend ist.
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