SEPA-Lastschrift

Die SEPA-Lastschrift ist eine Neuerung im europäischen Zahlungsverkehr. Erstmals sind Lastschrifteneinzüge in ganz Europa möglich. Im Gegensatz zur SEPA-Überweisung sind damit grundlegende Verfahrensänderungen verknüpft. Wie das heutige deutsche Lastschriftverfahren ist die SEPA-Lastschrift ein Einzugsverfahren, das auf einem vom Zahlungspflichtigen unterschriebenen und dem Zahlungsempfänger erteilten Mandat beruht. Die Einlösung bei Vorlage der Lastschrift wird durch ein Fälligkeitsdatum ersetzt.

Die SEPA-Lastschrift gibt es in drei Ausprägungen:

Basislastschrift (Core)
Kann sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen genutzt werden (ähnelt dem Einzugsermächtigungsverfahren).
Eillastschrift Sie ist eine Basislastschrift mit verkürzten Einreichungsfristen. Sie kann ausschließlich innerhalb Deutschlands genutzt werden. Es gilt das SEPA-Basislastschrift-Mandat.
Firmenlastschrift (B2B) Kann ausschließlich für die Geschäftsbeziehungen zwischen Firmen genutzt werden (ähnelt dem heutigen Abbuchungsauftragsverfahren).
Was Sie zum Einreichen einer Einzel-Lastschrift benötigen

Für die Einreichung von Einzel-Lastschriften in der neuen Online-Filiale der apoBank benötigen Sie folgendes:

  1. Gläubiger-ID
    Ihre Gläubiger-ID müssen Sie als Lastschrifteinreicher (Zahlungsempfänger) einmalig bei der zuständigen Zentralbank beantragen. Die Seite der Deutschen Bundesbank können Sie unter https://extranet.bundesbank.de/scp/ aufrufen.
  2. Bitte Inkassovereinbarung aufrufen
  3. Bitte ausfüllen und an uns zurücksenden

In der "Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Lastschriften" tragen Sie nun Ihre persönliche Gläubiger-ID, Zahlungsempfänger (Kontoinhaber) und Kundenstammnummer, Ort und Datum ein und drucken das Dokument aus. Bitte unterschreiben Sie die Vereinbarung auf der zweiten Seite.

Senden Sie nun das unterzeichnete Dokument an:

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Zentrales Servicezentrum
30135 Hannover

Prozessablauf der SEPA Lastschrift

Die folgende Grafik beschreibt den Prozess der SEPA Basis - Lastschrift.

D=Due, Date = Fälligkeitsdatum
Wesentliche Merkmale/Elemente der SEPA Lastschrift
Europaweite Nutzung (siehe teilnehmende SEPA-Staaten)
Verwendung von IBAN und BIC
Exaktes Fälligkeitsdatum (D=Due Date)
Keine Betragsgrenze
Eindeutige Identifikation des Lastschrifteneinreichers/Zahlungsempfängers (Gläubiger-ID)
SEPA Mandatseinholung des Zahlungsempfängers beim Zahlungspflichtigen
Vorankündigung (Prenotification; z. B. Rechnung, Mitteilung) mindestens 14 Tage vor Belastung

Mindestvorlagefristen bei der Zahlstelle:

- 5 Tage vor Fälligkeit für Einmal- u. Erstlastschriften
- 2 Tage vor Fälligkeit für Folgelastschriften

Widerspruchsfristen:

- 8 Wochen (ab Kontobelastung),
- 13 Monate bei Lastschrift ohne gültiges Mandat

Das Mandat erlischt nach 36 Monaten Inaktivität und muss erneuert werden
Verwendungszwecklänge: 140 Zeichen
Die Einreichung muss elektronisch erfolgen
Der Weg zur Gläubiger-ID

Die Gläubiger-ID muss vom Lastschrifteinreicher (Zahlungsempfänger) bei seiner zuständigen Zentralbank (in Deutschland ist das die Deutsche Bundesbank) beantragt werden. Auf der Seite https://extranet.bundesbank.de/scp/ können Sie Ihre persönliche Gläubiger-ID beantragen.

Das SEPA Lastschriftmandat

Freie Fahrt mit SEPA haben Einzugsermächtigungen, die Ihnen bereits schriftlich vorliegen und die den Namen, die Adresse und Kontoverbindung, sowie die Original-Unterschrift des Zahlungspflichtigen oder des Kontoinhabers enthalten. Sie werden als SEPA-Lastschriftmandate anerkannt.

Vor dem ersten Einzug per SEPA-Lastschrift informieren Sie bitte alle Zahlungspflichtigen frühzeitig über den Wechsel des Einzugsverfahrens. Wichtig ist auch, dass der Zahlungspflichtige Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer sowie die von Ihnen frei wählbare, sogenannte Mandatsreferenz (z.B. Kundennummer) der Zahlung erhält.

 

Hierin enthalten sind Beispiele für Mandate als separates Formular oder als Vetragsbestandteil. Auch ein Kombimandat ist enthalten.

Hierin enthalten sind Beispiele für Mandate als separates Formular oder als Vetragsbestandteil

Dem Zahlungspflichtigen ist (unter Einhaltung der Fristen – siehe oben) die Umdeutung vor Ersteinzug mitzuteilen. Hierbei ist dem Zahlungspflichtigen mindestens die Gläubiger-ID, die Mandatsreferenz und der Betrag anzuzeigen.

Einreichungsfristen für Lastschriften
SEPA-Basis-
Lastschriften
• frühestens 14 Kalendertage vor Lastschriftfälligkeit und
• bei Erst- und Einmallastschriften spätestens 6 Geschäftstage (bis 15:00 Uhr)
• bei Folgelastschriften spätestens 3 Geschäftstage vor
Lastschriftfälligkeit (bis 15:00 Uhr)
SEPA-Eillastschriften • frühestens 14 Kalendertage vor Lastschriftfälligkeit und
• spätestens 2 Geschäftstage (bis 15:00 Uhr) vor Lastschriftfälligkeit (bis 15:00 Uhr)
SEPA-Firmen-
Lastschriften
• frühestens 14 Kalendertage vor Lastschriftfälligkeit und
• bei Erst- und Einmallastschriften sowie Folgelastschriften spätestens zwei Geschäftstage vor Lastschriftfälligkeit (bis 15:00 Uhr)