apoBank 2014 weiter auf Wachstumskurs

Düsseldorf, 21.04.2015

  • Operatives Ergebnis steigt um 7,1 Prozent auf 337,1 Mio. Euro
  • Betriebsergebnis vor Steuern mit 133,8 Mio. Euro über Vorjahr
  • Rücklagen und Reserven deutlich ausgebaut
  • Dividendenvorschlag in Höhe von vier Prozent
  • Vorstandssprecher Herbert Pfennig: "Anlagegeschäft ist unser neuer Wachstumsmotor."

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein Betriebsergebnis vor Steuern in Höhe von 133,8 Mio. Euro und übertraf damit das Vorjahr (2013: 89,3 Mio. Euro). Auch der Jahresüberschuss nach Steuern stieg deutlich auf 54,5 Mio. Euro (2013: 47,4 Mio. Euro) an. Die Bank wird ihrer Vertreterversammlung erneut eine Dividende von vier Prozent vorschlagen. Gleichzeitig stärkte sie nochmals ihre Reserven und Rücklagen und dotierte den Fonds für allgemeine Bankrisiken mit 75,0 Mio. Euro (2013: 116,0 Mio. Euro).

Die apoBank profitierte von einer erfreulichen Entwicklung im Kundengeschäft. So stieg das operative Ergebnis, d. h. das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in der deutschen Bankenbranche um 7,1 Prozent auf 337,1 Mio. Euro (2013: 314,8 Mio. Euro) an. Herbert Pfennig, Sprecher des Vorstands: "Wir haben den Wachstumstrend in unserem Kerngeschäft auch 2014 fortgesetzt und unsere operative Ertragskraft untermauert - das betrifft neben unserem Kreditgeschäft neuerdings auch das Anlagegeschäft. In einem hart umkämpften Markt werten wir das als besonderen Erfolg."

Mit nunmehr 382.000 Kunden baute die apoBank ihre hohe Marktdurchdringung weiter aus (2013: 373.000). Die Marktführerschaft bei den selbständigen Heilberuflern bleibt damit unangetastet. Auch die Zahl der Mitglieder wuchs weiter auf 105.864 zum Jahresultimo (2013: 104.092). "Unser Erfolg ist auch auf unser neues Beratungskonzept 'apoPur' zurückzuführen, das wir im letzten Jahr im Zuge unserer Neuausrichtung im Vertrieb eingeführt haben. Es basiert auf einer hochgradig spezialisierten Beratung, die die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden passgenau aufgreift. Das hat sich bewährt und trägt bereits Früchte", so Pfennig weiter.

Das Kapitel "Finanzmarktkrise" hatte die apoBank im Mai 2014 mit dem vollständigen Abbau des Teilportfolios Strukturierte Finanzprodukte endgültig abgeschlossen. Damit einhergehend stiegen die Eigenkapitalquoten der apoBank im Jahr 2014 weiter an. Die nach der Capital Requirements Regulation (CRR) ermittelte Eigenmittelquote lag zum Bilanzstichtag bei 25,0 Prozent (2013: 23,0 Prozent), die harte Kernkapitalquote betrug 20,2 Prozent.

Dr. Thomas Siekmann, Finanzvorstand der apoBank: "Wir haben uns in den letzten Jahren ein gutes Risikoprofil erarbeitet, was auch das sehr gute Ergebnis des EZB-Stresstests belegt. Auf dieser Grundlage setzen wir unsere Wachstumsstrategie fort."

2015 will die Bank an die gute Entwicklung des vergangenen Jahres anknüpfen. Pfennig: "Wir haben mit unserer strategischen Neuausrichtung den richtigen Weg eingeschlagen und werden im nächsten Schritt die vorhandenen Potenziale in unseren Kerngeschäftsfeldern heben." Mit einer steigenden Zahl von Beratern und einer verstärkten Präsenz in der Fläche intensiviert die apoBank ihre Kundenbetreuung, insbesondere von angestellten Heilberuflern und Studenten der akademischen Heilberufe. Zudem passt die Bank ihr Dienstleistungsangebot im Zuge der Digitalisierung weiter an die sich verändernden Kundenbedürfnisse an und eröffnet zusätzliche Kommunikationskanäle wie beispielsweise eine Video- und Chatberatung.

Ein besonderer Fokus der Bank liegt im Jahr 2015 auf der Förderung von Existenzgründungen von Heilberuflern. Dabei will sie auf Basis ihrer hauseigenen Studie "Chance Niederlassung" bestehende Vorbehalte bei jungen Heilberufsangehörigen abbauen und wieder mehr Heilberufler für die Selbständigkeit gewinnen. Pfennig: "Mit unserer Beratung und unseren speziellen Finanzierungskonzepten wollen wir jungen Heilberuflern die Sorgen nehmen, die zwangsläufig mit dem Weg in die Selbständigkeit verbunden sind. Zudem wollen wir eng mit den Standesorganisationen zusammenarbeiten und in regionalen Netzwerken unsere Beratungs- und Unterstützungsangebote noch besser miteinander verzahnen."

Dem steigenden Marktpotenzial bei Gesundheitsunternehmen begegnet die apoBank mit dem Ausbau ihres Firmenkundengeschäfts. Mit regionalen Beraterteams, die ihre Standortkenntnisse mit spezialisiertem Branchen-Know-how verbinden, will sie sich als Kreditspezialist für Firmenkunden und Gesundheitsimmobilien positionieren.

Mit Blick auf das laufende Jahr geht die Bank davon aus, dass das makroökonomische und regulatorische Umfeld sowie die Wettbewerbssituation für Finanzinstitute sehr anspruchsvoll bleiben werden. Insbesondere das Niedrigzinsniveau wird sich bremsend auf die Entwicklung des Zinsüberschusses auswirken. Beim Provisionsüberschuss plant die Bank dagegen einen weiteren Anstieg. Insgesamt rechnet sie für 2015 mit einem leicht steigenden Jahresüberschuss. Pfennig: „Die Bank ist fundamental so gut aufgestellt, dass sie auch eine länger anhaltende Phase niedriger Zinsen unbeschadet überstehen und gleichzeitig aus eigener Kraft zusätzliches Kapital für künftiges Wachstum aufbauen kann."

Ergebnisse des Geschäftsjahres 2014 im Einzelnen:

Die apoBank erwirtschaftete trotz der historischen Niedrigzinsphase einen Zinsüberschuss in Höhe von 698,3 Mio. Euro, der damit leicht über dem Vorjahreswert liegt (2013: 679,2 Mio. Euro). Das Darlehensneugeschäft erreichte mit 5,2 Mrd. Euro erneut ein beachtliches Niveau (2013: 5,6 Mrd. Euro).

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich mit einem Plus von 19,1 Prozent auf 123,5 Mio. Euro sehr erfreulich (2013: 103,7 Mio. Euro). Maßgeblich hierfür war der Anstieg im Wertpapiergeschäft sowohl mit Privat- als auch mit institutionellen Kunden und in der Vermögensverwaltung.

Trotz steigender Mitarbeiterzahlen, insbesondere aufgrund Neueinstellungen bei den Kundenberatern, und höherer regulatorisch getriebener Aufwendungen stieg der Verwaltungsaufwand nur moderat um 3,9 Prozent auf 478,6 Mio. Euro (2013: 460,7 Mio. Euro). Hier profitierte die Bank nach wie vor von der Optimierung der Kostenstruktur in den vorangegangenen Jahren.

Damit erreichte das operative Ergebnis, d. h. das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, 337,1 Mio. Euro und übertraf nochmals das Vorjahresergebnis (2013: 314,8 Mio. Euro).

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für das Kundenkreditgeschäft erhöhten sich auf 78,3 Mio. Euro (2013: 53,9 Mio. Euro). Insgesamt weist das Kreditportfolio unverändert niedrige Ausfallraten auf. Dies ist auf die überdurchschnittlich guten Bonitäten der Kunden, auf die umfassende Finanzierungsexpertise sowie auf das gute Risikomanagement der apoBank zurückzuführen.

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für Finanzinstrumente und Beteiligungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich auf 49,9 Mio. Euro (2013: 55,4 Mio. Euro). Diese Position umfasst vor allem Vorsorgemaßnahmen für etwaige zukünftige Belastungen. Ebenso sind außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem nunmehr vollständig abgebauten Teilportfolio Strukturierte Finanzprodukte enthalten, die jedoch deutlich unter Vorjahr liegen und zukünftig nicht mehr anfallen.

Der Jahresüberschuss legte mit 15,1 Prozent deutlich zu und erreichte 54,5 Mio. Euro (2013: 47,4 Mio. Euro). Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung werden hiervon 14,0 Mio. Euro den Ergebnisrücklagen zugeführt.

Die Bilanzsumme lag mit 35,1 Mrd. Euro geringfügig über dem Vorjahreswert (2013: 34,7 Mrd. Euro).

Die Finanzkennzahlen für 2014 finden Sie hier.