Vertreterversammlung 2014 bekräftigt Ausrichtung der apoBank

Düsseldorf, 27.06.2014

  • Dividende von erneut vier Prozent beschlossen
  • Geschäftsguthaben erreichen knapp eine Milliarde Euro
  • Vorstand bekräftigt Jahresprognose für 2014
  • Vollständiger Abbau der strukturierten Finanzprodukte ermöglicht Rückgabe der BVR-Garantie
  • Strategische Ausrichtung auf Wandel im Gesundheitsmarkt
  • Aufsichtsratsmitglieder bestätigt

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) zahlt auch für das Jahr 2013 vier Prozent Dividende auf die Geschäftsguthaben ihrer Mitglieder. Am 27. Juni 2014 stimmte die Vertreterversammlung in Düsseldorf dem Vorschlag des Aufsichtsrats und des Vorstands zur Gewinnverwendung zu und bestätigte den Jahresabschluss 2013.

Mit der noch immer nicht gelösten europäischen Schuldenkrise, der anhaltenden Niedrigzinsphase und den wachsenden regulatorischen Anforderungen skizzierte Vorstandssprecher Herbert Pfennig auch für das Jahr 2013 anspruchsvolle Rahmenbedingungen in der Bankenbranche. In diesem Umfeld zeigte er sich mit der Geschäftsentwicklung der apoBank zufrieden: "Nicht zuletzt konnten wir dank der Umsetzung unseres neuen Kundenbetreuungskonzepts die Zahl unserer Mitglieder und Kunden weiter ausbauen. Bei den Geschäftsguthaben haben wir per Ende Mai fast die Eine-Milliarde-Euro-Marke geknackt. Das sind klare Signale dafür, dass wir wieder großes Vertrauen schaffen konnten."

Jahresprognose 2014 bestätigt

Für das laufende Geschäftsjahr plant die apoBank einen Jahresüberschuss über dem Vorjahr (31.12.2013: 47,4 Mio. Euro). Damit wird erneut eine Stärkung der Rücklagen und eine Dividendenzahlung an die Mitglieder möglich sein. Diese Erwartung bekräftigte Pfennig mit Blick auf die Geschäftsentwicklung der ersten fünf Monate. So lag der Jahresüberschuss im Mai 2014 bei 20,6 Mio. Euro und damit über dem Vorjahreswert. Auf der Ertragsseite setzt die apoBank auch für die zweite Jahreshälfte auf positive Impulse aus dem Kundengeschäft. Die Risikoseite wird durch den Abbau der strukturierten Finanzprodukte entlastet.

Im Mai hat die apoBank die strukturierten Finanzprodukte vollständig zurückgeführt. Die Garantie, die der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) 2009 zur Absicherung dieses Portfolios gewährt hatte, musste nicht in Anspruch genommen werden und ist nun gegenstandslos. Im Rahmen einer symbolischen Rückgabe an den BVR-Präsidenten Uwe Fröhlich bedankte sich Pfennig: "In der Krise hat sich der genossenschaftliche Finanzsektor als Fels in der Brandung erwiesen. Das genossenschaftliche Solidaritätsprinzip und die Ausrichtung auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden sind ein Erfolgsgarant sowohl in schwierigen Zeiten als auch für die Herausforderungen der Zukunft."

Gesundheitsmarkt im Wandel

Strategisch stellt sich die apoBank auf den Strukturwandel im Gesundheitswesen ein. Hierbei stehen drei große Trends im Fokus: Zunehmend komplexere Strukturen, neue Träger, die in die ambulante Versorgung eintreten und eine steigende Zahl angestellter Heilberufler. "Organisatorisch haben wir uns im Privatkundengeschäft mit spezialisierten Beratern auf die differenzierten Bedürfnisse der Heilberufler eingestellt", so Pfennig. "Im Firmenkundengeschäft bündeln wir unsere Finanzierungskompetenz für Unternehmen aus dem heilberufsnahen Umfeld." Denn als Bank der Heilberufler sieht die apoBank ihre Aufgabe ergänzend darin, das Gesundheitswesen in seinen strukturellen Veränderungen aktiv zu begleiten.

Eine weitere Herausforderung für das Gesundheitswesen ist, dass eine alternde Gesellschaft auf immer weniger junge Ärzte, Zahnärzte und Apotheker trifft, die in der Versorgung wirtschaftlich selbständig tätig werden wollen. Angesichts dieser Entwicklung hat die apoBank gemeinsam mit den Standesorganisationen einen Arbeitskreis initiiert, der für die Stärkung der heilberuflichen Niederlassung als tragende Säule des Gesundheitswesens stehen soll. Ausgangspunkte sind dabei auch die jüngst veröffentlichte Studie und Broschüre zum Thema "Chance Niederlassung" der apoBank. "Die Ergebnisse zeigen, dass sich Vorbehalte gegen die Selbständigkeit im Laufe des Existenzgründungsprozesses relativieren oder sogar ganz auflösen. Es gilt also, diejenigen, die der Selbständigkeit prinzipiell offen gegenüber stehen, abzuholen und gemeinsam zu unterstützen", betont Pfennig.

Aufsichtsratsmitglieder bestätigt

Die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Apotheker Hermann Stefan Keller, Ehrenvorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes und des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages sowie der Ärztekammer Hamburg und Dr. med. dent. Helmut Pfeffer, Vizepräsident der Zahnärztekammer Hamburg und Vorsitzender des Versorgungsausschusses des Versorgungswerkes der Zahnärztekammer Hamburg wurden von der Vertreterversammlung wiedergewählt. Anschließend bestätigte der Aufsichtsrat Keller in seiner Funktion als Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung den Vertrag von Dr. Thomas Siekmann, Finanzvorstand der apoBank, für weitere fünf Jahre verlängert.

Sämtliche Beschlüsse der Vertreterversammlung sind unter www.apobank.de/vertreterversammlung veröffentlicht. Die Broschüre "Chance Niederlassung" kann per Email an presse@apobank.de bestellt werden.