apoBank 2013: Gutes Ergebnis in herausforderndem Umfeld - Ausbau der Kunden- und Mitgliederzahl

Düsseldorf, 08.04.2014

  • Jahresüberschuss über Vorjahr, Rücklagen und Reserven gestärkt
  • Dividendenvorschlag in Höhe von vier Prozent
  • Stabiles operatives Ergebnis
  • Risikoprofil deutlich verbessert; harte CRR-Kernkapitalquote bei rd. 16 Prozent

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss in Höhe von 47,4 Mio. Euro (2012: 45,4 Mio. Euro). Ihrer Vertreterversammlung schlägt sie eine Dividende von erneut vier Prozent vor. Gleichzeitig baut sie ihre Rücklagen und Reserven weiter aus, um auf die steigenden regulatorischen Anforderungen im Bankensektor vorbereitet zu sein.

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in der deutschen Bankenbranche verzeichnete die apoBank ein stabiles operatives Ergebnis. Damit schloss sie das Berichtsjahr besser als erwartet ab.

Diese erfreuliche Entwicklung basiert auf den Maßnahmen des Zukunftsprogramms VorWERTs und dem in diesem Zuge eingeführten lebensphasenorientierten Kundenbetreuungskonzept. So steigerte die apoBank nochmals die Zahl ihrer Kunden um gut 8.500 auf über 373.000. Besonders große Zuwächse verzeichnete sie im Studentenbereich: Mit ihrem neuen "Studentenpaket" gewann sie allein in diesem Segment 4.000 neue Kunden. Zuspruch erhält auch das neue Segment Private Banking, in dem sie Ende 2013 knapp 12.700 Private Banking-Kunden betreute. Darüber hinaus stieg die Zahl der Mitglieder im Geschäftsjahr 2013 signifikant um fast 4.000 auf 104.092.

Herbert Pfennig, Sprecher des Vorstands: "Das sind ausgesprochen positive Signale. Sie zeigen, dass unsere Kunden und Eigentümer auf ihre Standesbank vertrauen."

Ihr Risikoprofil verbesserte die apoBank im Berichtsjahr nachhaltig. Das Volumen der strukturierten Finanzprodukte führte die Bank deutlich schneller als erwartet zurück. Zum Jahresultimo belief es sich auf nur noch 288 Mio. Euro (2012: 1,8 Mrd. Euro). Auch ihre regulatorischen Kapitalquoten steigerte die apoBank spürbar: Die Eigenmittelquote stieg auf 23,0 Prozent (2012: 14,4 Prozent), die Kernkapitalquote erreichte 17,0 Prozent (2012: 10,4 Prozent). Die harte Kernkapitalquote gemäß CRR (Capital Requirements Regulation) liegt aktuell bei rund16 Prozent. Damit ist die apoBank, die mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Mrd. Euro künftig direkt durch die europäische Bankenaufsicht reguliert wird, für die laufenden Stresstests gut gerüstet.

Pfennig: "Wir haben uns ein gutes Risikoprofil erarbeitet und unseren Vertrieb strategisch neu ausgerichtet. Das ist die beste Grundlage dafür, dass wir uns jetzt ausschließlich auf unsere Wachstumsstrategie fokussieren können. Wir sind fit für die anstehenden Herausforderungen und gestalten unsere Zukunft offensiv."

Regulatorisch bedingt wird der Verwaltungsaufwand im laufenden Geschäftsjahr ansteigen und das operative Ergebnis belasten. Gleichwohl plant die apoBank für 2014 einen Jahresüberschuss, der über dem Vorjahr liegen wird.

"Unser Zukunftsprogramm verbindet effiziente Prozesse und Strukturen mit einer klaren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden. Die Früchte wollen wir nun sukzessive ernten. Unsere Kompetenz im Gesundheitsmarkt und die Qualität unserer Mitarbeiter bleiben dabei unsere wichtigsten Wettbewerbsvorteile", so Pfennig weiter.

Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013 im Einzelnen:

Die apoBank erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Zinsüberschuss in Höhe von 679,2 Mio. Euro, der nur leicht unter dem Vorjahr liegt (2012: 694,0 Mio. Euro). Das Darlehensneugeschäft erzielte mit 5,6 Mrd. Euro ein kräftiges Plus (2012: 4,3 Mrd. Euro). Das anhaltend niedrige Zinsniveau führte dabei zu höheren Tilgungen und damit zu einem insgesamt unveränderten Darlehensbestand.

Der Provisionsüberschuss betrug 103,7 Mio. Euro und ging gegenüber dem Vorjahr zurück (2012: 116,2 Mio. Euro). Ursächlich war in erster Linie die Zurückhaltung der Privatanleger im klassischen Wertpapiergeschäft. Erfreulich entwickelten sich dagegen das Wertpapiergeschäft mit institutionellen Kunden und die private Vermögensverwaltung.

Der Rückgang im Verwaltungsaufwand um 4,0 Prozent auf 460,7 Mio. Euro (2012: 479,7 Mio. Euro) ist ein zentraler Erfolg des Programms VorWERTs, mit dem neben der Vertriebs- auch die Kostenstruktur optimiert wurde. Hinzu kommt, dass der Vorjahreszeitraum von Aufwendungen für die IT-Migration sowie Zukunftsinvestitionen geprägt war, die 2013 entfielen.

Damit erreichte das operative Ergebnis, d. h. das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, mit 314,8 Mio. Euro knapp das Vorjahresniveau (2012: 324,1 Mio. Euro).

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen im Kundengeschäft lagen mit 53,9 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (2012: 81,3 Mio. Euro). Die niedrigen Ausfallraten, die sich hierin widerspiegeln, sind Ergebnis der überdurchschnittlichen Bonität der im ambulanten Sektor tätigen Heilberufler sowie der umfassenden Finanzierungsexpertise und des Risikomanagements der apoBank. Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für Finanzinstrumente und Beteiligungen betrugen im Saldo 55,4 Mio. Euro und blieben damit ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (2012: 92,1 Mio. Euro). Außerordentliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem forcierten Abbau des Teilportfolios Strukturierte Finanzinstrumente standen, sind hierin ebenfalls berücksichtigt. In dieser Summe ist mit Blick auf Basel III auch eine Umwidmung von § 340f HGB-Reserven in den Fonds für allgemeine Bankrisiken enthalten. Insgesamt konnte der Fonds mit 116,0 Mio. Euro dotiert werden (2012: 70,0 Mio. Euro).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Jahresüberschuss um 4,4 Prozent auf 47,4 Mio. Euro gestiegen (2012: 45,4 Mio. Euro). Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung werden hiervon wie im Vorjahr 12 Mio. Euro den Ergebnisrücklagen zugeführt.

Die Bilanzsumme sank aufgrund des Abbaus der Finanzinstrumente planmäßig um 8,4 Prozent auf 34,7 Mrd. Euro (2012: 37,9 Mrd. Euro).

Die Finanzkennzahlen für 2013 finden Sie hier.