"Unser Gesundheitssystem lebt von der Freiberuflichkeit"

Düsseldorf, 14.01.2014

Diskussion beim Gesundheitspolitischen Jahresauftakt der apoBank stand im Zeichen von Freiheit und Freiberuflichkeit

(v.l.n.r.) apoBank-Vorstandssprecher Herbert Pfennig, Bürgermeisterin Gudrun Hock, Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D. Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, apoBank-Vorstand Ulrich Sommer

Freiheit und Freiberuflichkeit – diese beiden Themen standen beim diesjährigen Gesundheitspolitischen Jahresauftakt der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) im Fokus. Herbert Pfennig, Vorstandssprecher der Bank machte sich für den Erhalt der Freiberuflichkeit stark. "Unser Gesundheitssystem lebt von der Freiberuflichkeit", so Pfennig.

Vor mehr als 500 Vertretern des deutschen Gesundheitswesens betonte Pfennig im Düsseldorfer K21, dass die apoBank alles ihr Mögliche tue, um die Freiberuflichkeit zu stärken: "Pro Jahr stellen wir unter anderem mehr als zwei Mrd. Euro Finanzierungsmittel für Existenzgründungen sowie Praxis- und Apothekeninvestitionen zur Verfügung." Damit finanziert die Bank mehr als jede zweite Existenzgründung in Deutschland und begleitet die Bank Heilberufler bei ihrem Weg in die Selbständigkeit.

Ferner begrüßte der apoBank-Vorstand das Vorhaben der neuen Regierung, die Freiberuflichkeit zu fördern und den im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD beschlossenen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen voranzutreiben. Denn durch ein Übermaß an Bürokratie, so Pfennig, gingen wichtige unternehmerische Freiheitsgrade verloren.

Auch der ehemalige Bundesverfassungsrichter Prof. Udo Di Fabio zeigte, wie schwer der Freiheitsaspekt im gesellschaftlichen Miteinander wiegt. Mit Blick auf die freien Berufe sprach er von einer "konstruktiven Kraft des Freiseins". Denn indem Heilberufler sich selbst frei verwirklichten und ihren Beruf mit Engagement und Überzeugung ausübten, förderten sie gleichzeitig das Gemeinwohl. "Ein Arzt wird nicht zuerst Arzt, um Geld zu verdienen, sondern aus Berufung", so Di Fabio.