Gesundheitspolitischer Jahresauftakt der apoBank

Düsseldorf, 14.02.2012

Gemäß ihrem Selbstverständnis "Weil uns mehr verbindet" lud die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) am Montag zum fachkundigen Austausch der Heilberufler ein. In der einzigartigen Atmosphäre der Tonhalle Düsseldorf begrüßte Vorstandssprecher Herbert Pfennig rund 650 geladene Gäste zum Gesundheitspolitischen Jahresauftakt der Bank.

Gesundheitsminister Daniel Bahr eröffnete die Diskussionen mit einer Übersicht aktueller Entwicklungen in der Gesundheitspolitik. Anschließend setzten Apotheker Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer in ihren Ansprachen den Austausch fort.

Die apoBank hatte den Abend unter das Motto "Gemeinsam die Qualität in die Zukunft tragen" gestellt. Dabei stellten die Referenten insbesondere die Veränderungen im Gesundheitssektor in den Fokus. Bahr betonte, dass es ein zentrales Anliegen der Gesundheitspolitik sei, eine wohnortnahe Betreuung sicherzustellen. Sie gewährleiste eine hohe Qualität der Versorgung und schaffe zugleich wichtige Arbeitsplätze. Um diese Versorgung sicherzustellen, müsse man bestehende Strukturprobleme angehen. Wolf lobte in diesem Zusammenhang den Ansatz des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes, die landärztliche Versorgung zu stärken, forderte aber auch, dass die Strukturen für Apotheker auf dem Land ebenfalls angepasst werden sollten.

Einig waren sich die Vortragenden darin, dass es unerlässlich sei, die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen so zu gestalten, dass der Nachwuchs der Versorgung zur Verfügung stehe. Hierbei stellte Bahr heraus, dass es für den Nachwuchs immer wichtiger werde, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Um vor diesem Hintergrund die Freiberuflichkeit zu fördern und attraktiv zu halten, müssten die Strukturen modernisiert werden. Dem pflichtete Müller bei. Auch er wies darauf hin, dass sich die Ansprüche der jungen Generation an den Arztberuf geändert hätten. Man müsse darauf hinwirken, den Nachwuchs für die ambulante Versorgung zu begeistern.

Engel unterstrich, dass es die höchste Aufgabe der Heilberufe sei, die Gesundheit der Menschen zu bewahren. Dabei müssten Werte wie Sicherheit, Stabilität, Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit im Mittelpunkt stehen.

Neben der Erörterung gesundheitspolitischer Fragestellungen nutzten die Vertreter der Standesorganisationen den Anlass, Apotheker Hermann S. Keller, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der apoBank im Nachgang zu seinem 70. Geburtstag zu gratulieren und sein bundesweites Engagement für die Heilberufler zu würdigen.

Musikalisch begleitet wurde der Abend mit einem Konzert des international renommierten Pianisten Prof. Burkard Schliessmann. Virtuos interpretierte er Werke von Bach, Schumann und Chopin. Schliessmann, der sich musikalisch der Wahrheit in der Umsetzung des Notenbildes verschrieben hat, gelang es mit einer intensiven Sinnlichkeit eine nachhaltige Balance zwischen Intellektualität und Emotionalität entstehen zu lassen.

Vorstandssprecher Pfennig zog nach der Veranstaltung eine positive Bilanz „Wir freuen uns, dass wir mit dem gesundheitspolitischen Jahresauftakt eine Plattform zum Austausch zwischen den Heilberuflern schaffen konnten. Ich bin davon überzeugt, dass die gemeinsame Diskussion gerade in Zeiten der Veränderung und des wirtschaftlichen Umbruchs wichtig ist." Als Genossenschaftsbank sehe es die Bank als ihre Aufgabe an, den Heilberuflern auch im Wandel als Partner zur Seite zu stehen. "Die Förderung unserer Mitglieder und Kunden ist unser Auftrag. Dem wollen wir gerecht werden - sowohl im täglichen Miteinander als auch wirtschaftlich. Die apoBank befindet sich unverändert in schwarzen Zahlen. Und vor diesem Hintergrund freut es mich, dass wir nach aktuellem Kenntnisstand davon ausgehen, unseren Mitgliedern für das Geschäftsjahr 2011 eine angemessene Dividende auszahlen zu können", kommentiere Pfennig im Rahmen der Veranstaltung. "Aber", so Pfennig weiter, "die Krise der Finanzmärkte ist noch lange nicht vorbei. Sie belastet 2011 unser Ergebnis. Und auch 2012 wird wieder ein herausforderndes Jahr mit schwierigen Rahmenbedingungen." Die Geschäftszahlen für 2011 wird die apoBank im April vorstellen.