apoBank-Ergebnis "mehr als zufrieden stellend"

Düsseldorf, 11.06.2007

Kundenzahl übersteigt Marke von 300.000

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) blickt erneut auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Finanzdienstleister Nummer eins im Gesundheitswesen konnte damit den Trend der Vorjahre fortsetzen und in 2006 zum vierten Mal in Folge eine prozentual zweistellige Verbesserung des Geschäftsergebnisses erzielen, wie Vorstandssprecher Günter Preuß anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Instituts in Düsseldorf mitteilte. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund eines sich verstärkenden Wettbewerbs im Bankensektor sowie angesichts der Umwälzungen im Gesundheitsmarkt höchst erfreulich.

Beigetragen zu dieser positiven Entwicklung hätten der weiterhin erfreuliche Zugang neuer Kunden (+ 9.000 netto) und die damit verbundene Expansion des Kreditgeschäfts. Im laufenden Geschäftsjahr sei soeben die Schwelle von 300.000 Kunden überschritten worden. Aber auch im bestehen­den Kundenkreis konnten die Geschäftsverbindungen über zusätzliche Produkte ausgeweitet und die Cross-Selling-Quote folglich erhöht werden. "Dies zeigt das hohe Vertrauen unser Klientel in die Kompetenz und das Know-how unserer Bank", so Preuß.

Ähnliches gelte für die Bilanzsumme, die um 11,2 % auf 32,95 Milliarden Euro anstieg. Damit bleibe die apoBank - wie schon seit 1974 - die mit Abstand größte genossenschaftliche Primärbank in Deutschland. Träger des Wachstums war einmal mehr das Kreditgeschäft: Die Nachfrage nach Darlehen zur Existenzgründung und Immobilienfinanzierung sowie für Projekte im Gesundheitswe­sen erhöhte die Kundenkredite um 5,6 % auf 20,7 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu stiegen die Kundeneinlagen inklusive verbriefter Verbindlichkeiten im vergangenen Jahr um 20,7 % auf 22,5 Milliarden Euro.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wies Ende 2006 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 113,3 Millionen Euro aus. Das entspricht einem Zuwachs von 7,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge verbesserte sich um 12,5 % auf 291,6 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss stieg um 5,7 % auf 491,9 Millionen Euro. Besonders erfreulich entwickelte sich in diesem Zusammenhang der Provisionsüberschuss mit einem Anstieg von 19,1 % auf 142 Millio­nen Euro. Schwerpunkt war insbesondere das klassische Wertpapiergeschäft mit Privatkunden. Damit erreicht der Anteil des Provisionsüberschusses am Zinsüberschuss eine Quote von 29 %. "Der Ausbau des zinsunabhängigen Geschäfts hat inzwischen eine Größe erreicht, von der wir vor wenigen Jahren noch weit entfernt waren", erklärte Preuß.

Der Verwaltungsaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen stieg um 10,4 % auf 357,8 Millionen Euro. Während der Personalaufwand - in Folge von Tariferhöhungen, Sonderzah­lungen, Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung und insbesondere aufgrund einer erforderlichen Zinsfußanpassung anlässlich der Bewertung der Pensionsrückstellungen - um 9,6 % auf 174,5 Millionen Euro ausgeweitet wurde, erhöhte sich der Sachaufwand insbesondere aufgrund der strategischen und gesetzlich induzierten Projekte um 12,3 % auf 165,3 Millionen Euro. Dass die Steigerung des Verwaltungsaufwands betriebswirtschaftlich zu vertreten und geschäftspolitisch zu verantworten ist, mache die weitere Verbesserung der Cost-Income-Ratio um 0,7 Prozentpunkte auf 55,8 % deutlich.

Das mehr als nur zufrieden stellende Geschäftsergebnis gewährleiste die vorsorgliche Abdeckung aller absehbaren Risiken aus der Geschäftstätigkeit, eine angemessene Stärkung des Eigenkapitals sowie die Ausschüttung einer vergleichsweise hohen Dividende von sechs Prozent an die inzwi­schen mehr als 100.000 Mitglieder der Bank.

"In unserer Geschäftsplanung gehen wir davon aus, dass das Teilbetriebsergebnis vor Risikovor­sorge Betriebsergebnisse 2007 nochmals über dem des Vorjahres liegt", so Preuß weiter. Dies stünde auch im Einklang mit den Ergebnissen des ersten Quartals. Sowohl die Aufwandsrentabilität als auch die Zinsspanne dürften mit rund 55 bzw. 1,6 % weitgehend stabil bleiben. Die Eigenkapital­rentabilität könnte den Vorjahreswert von 14,7 % noch übertreffen. Bei allem berechtigten Opti­mismus müsse man gleichwohl mit steigendem Konkurrenzdruck durch andere Kreditinstitute und mit einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklungen im Gesundheitswesen rechnen.