apoBank erzielt historisch bestes Ergebnis

Düsseldorf, 02.06.2006

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) kann auf ein mehr als zufrieden stellendes Geschäftsjahr zurückblicken. "Wir haben in 2005 das bisher beste Ergebnis in der Geschichte unserer Bank erzielt", sagte Vorstandssprecher Günter Preuß auf der Bilanzpressekonferenz des Instituts in Düsseldorf. Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, das den Erfolg des operativen Geschäfts widerspiegelt, habe mit 259,1 Millionen Euro zum 31.12.2005 den Vorjahresstand um 25 Millionen Euro überschritten. Das entspreche einem Zuwachs von 10,7 %.

Entscheidend dazu beigetragen habe der Zinsüberschuss, der um rund 19 Millionen auf 465,4 Millionen Euro angestiegen sei. Preuß führte diese Entwicklung auf ein anhaltend kräftig expandierendes Kreditgeschäft zurück, das vor allem in dem Zustrom neuer Kunden begründet sei. So hätten die Neuausleihungen im Darlehensbereich mit 3,28 Milliarden Euro eine neue Rekordhöhe erreicht. Der Zinsüberschuss sei zudem durch erfolgreiche Treasury-Globalmaßnahmen und Zinsoptimierungen in der Liquiditätsreserve verbessert worden. "Allerdings ist auch bei uns die Zinsspanne in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen - von 2,40 % in 1996 auf nur noch 1,63 % im letzten Jahr", ergänzte der Vorstandssprecher.

Vor diesem Hintergrund nehme die Ausweitung des zinsunabhängigen Geschäfts einen zunehmend höheren Stellenwert in der Bankstrategie ein. Es sei deshalb von besonderer Bedeutung, dass der Provisionsüberschuss im vergangenen Jahr ein Niveau von rund 120 Millionen Euro erreicht habe, was einem Plus von über 30 % entspreche. Grund hierfür war laut Preuß neben dem Vertriebserfolg im klassischen Wertpapiergeschäft und bei den institutionellen Kunden auch die überzeugende Produktpalette. So habe das amerikanische Fondsanalysehaus Lipper noch jüngst die beiden Dachfonds "APO Forte" und "APO Piano" für ihre exzellenten Ergebnisse über drei Jahre hinweg sowie die Tochtergesellschaft apoAsset ausgezeichnet.

Auf der Kostenseite sei der Verwaltungsaufwand in 2005 trotz weiterer Personaleinstellungen und einer Verdichtung der Präsenz vor Ort durch neue Geschäftsstellen lediglich um 4,6 % auf 324,1 Millionen Euro angestiegen. Hier zahle sich die konsequente Optimierung interner Abläufe und Prozesse aus. "Unsere Erträge wachsen doppelt so stark wie unsere Kosten", so Preuß. Dies entspreche der Idee des "qualitatives Wachstums", das die Bank seit Jahren engagiert verfolge. Wie effizient die Bank agiere, zeige sich zudem an der Aufwandsrentabilität, die von 57,9 % im vergangenen Jahr auf 56,5 % reduziert werden konnte.

Die Risikovorsorge wurde - trotz kräftig ausgeweitetem Darlehensvolumen - im Vergleich zum Vorjahr verringert. Das bankinterne, auf Basel II ausgerichtete Rating ermögliche es, die Ausfallrisiken sehr viel präziser und früher zu bestimmen als in der Vergangenheit und insofern auch die Risikovorsorge genauer zu bemessen, hieß es dazu aus der Bank. Hinzu komme, dass die Hebung stiller Reserven im Zuge des Rechtsformwechsels der WGZ-Bank die Risikovorsorge beeinflusst habe.

Der Jahresüberschuss nach Steuern sei um 17,4 % auf 105,2 Millionen Euro gestiegen. Das haftende Eigenkapital erreichte zum 31. Dezember letzten Jahres 2,5 Milliarden Euro, was einer Eigenkapitalquote von 11,7 % entspreche.

Die Zahl der Kunden sei im vergangenen Jahr auf 289.000 (Vorjahr: 277.500) geklettert. Dank dieses Zugangs an Neukunden und der damit verbundenen Ausweitung des Darlehensneugeschäfts sei die Bilanzsumme um 2,3 Milliarden Euro auf 29,6 Milliarden Euro angewachsen. Wenngleich Wachstum an sich für die apoBank keinen Wert darstelle, so Preuß, nehme man doch gern zur Kenntnis, dass das Institut seit mehr als 30 Jahren die Spitzenposition als größte genossenschaftliche Primärbank einnehme.

Die Kundenkredite seien um 7,5 % auf 19,6 Milliarden Euro gewachsen. Dabei verteile sich der Anstieg in etwa gleichmäßig auf Darlehen zur Existenzgründung, Immobilienfinanzierung und für sonstige Investitionen. Bei der Finanzierung von Existenzgründungen sei die ohnehin prägnante Marktführerschaft weiter ausgebaut worden. Die Refinanzierung der Ausleihungen sei neben der Aufnahme von Kundengeldern durch die Emission verbriefter Verbindlichkeiten erfolgt, was an den internationalen Kapitalmärkten durch ein gutes Rating erleichtert werde.

In seinem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr hob Preuß hervor, dass die Bank in den ersten fünf Monaten an gute Entwicklung des Vorjahres anknüpfen konnte. Die bisher vorliegenden Zahlen würden die Geschäftsplanung bestätigen, in der man für das Jahr 2006 nochmals von einer leichten Steigerung des Teilbetriebsergebnisses vor Risikovorsorge ausgehe.