apoBank: 2012 Grundstein für künftiges Wachstum gelegt

16.04.2013

  • Jahresüberschuss leicht über Vorjahr; Rücklagen gestärkt
  • Dividendenvorschlag in Höhe von vier Prozent
  • Wachstum im Kerngeschäft fortgesetzt
  • Konzeption von VorWERTs abgeschlossen; Umsetzung neuer Kundenbetreuungskonzepte eingeleitet
  • Risikoprofil und Eigenkapitalsituation weiter verbessert

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat 2012 einen Jahresüberschuss in Höhe von 45,4 Mio. Euro erwirtschaftet und damit das Vorjahresergebnis übertroffen (2011: 43,1 Mio. Euro). Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung wird die Bank ihren Mitgliedern eine Dividende von vier Prozent zahlen und ihre Rücklagen stärken. Darüber hinaus konnte die Bank durch die Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 70,0 Mio. Euro ihre Kapitalbasis weiter stärken.

Grundlage des guten Geschäftsergebnisses ist auch in 2012 abermals die positive Entwicklung des Kerngeschäfts der Bank: So konnten die Kundenverbindungen trotz hoher Marktdurchdringung auf rund 365.000 gesteigert werden (2011: 359.900). Darüber hinaus hat die apoBank erneut Darlehen in Höhe von mehr als vier Mrd. Euro für Existenzgründungen, Praxis- und Apothekeninvestitionen sowie private Vorhaben vergeben.

Mit Blick auf das herausfordernde Umfeld zeigte sich Vorstandssprecher Herbert Pfennig zufrieden mit dem Ergebnis und bestätigte, dass die Bank ihre Markposition ausbauen und weiter wachsen wolle. Hierzu habe die Bank mit dem Zukunftsprogramm VorWERTs 2012 den Grundstein gelegt und ihr Alleinstellungsmerkmal weiter geschärft: "Wir haben unsere Spezialisierung auf die Heilberufler weiter vorangetrieben und für jede ihrer Lebensphasen - vom Studium über die Anstellung und Selbständigkeit bis hin zum Ruhestand - eigene Betreuungskonzepte etabliert. Mit dieser ‚Spezialisierung in der Spezialisierung‘ bieten wir den Heilberuflern eine so individuelle Beratung wie kein anderes Institut."

2013 wird die Bank in den weiteren Aufbau spezialisierter Beraterkapazitäten und die Qualifikation ihrer Mitarbeiter investieren. Gleichzeitig wird sie die im Rahmen von VorWERTs eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur weiter umsetzen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern und die notwendigen finanziellen Spielräume zur Finanzierung des angestrebten Wachstums im Kerngeschäft zu schaffen.

"2012 haben wir ein neues, modernes Konzept für die apoBank erarbeitet. Diese Phase ist inzwischen abgeschlossen. 2013 steht nun im Zeichen der Umsetzung. Bevor wir die Früchte unserer Arbeit ernten können, wird es bis 2014 dauern. Dann werden wir mit VorWERTs und dem neuen Betreuungskonzept im Rücken unsere Erträge steigern und weiter wachsen", so Pfennig.

Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im Bankensektor erwartet die Bank, dass sich in 2013 der nochmals zunehmende Wettbewerb und die anhaltende Niedrigzinsphase deutlich zulasten der Erträge auswirken werden. Zudem rechnet sie aufgrund der Investitionen in die Umsetzung von VorWERTs sowie zunehmender regulatorischer Vorgaben mit einem Anstieg beim Verwaltungsaufwand. Insgesamt plant die Bank, 2013 einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau zu erzielen, der eine kontinuierliche Dividendenzahlung und die Stärkung der Rücklagen ermöglicht.

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012 im Einzelnen:

Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete die apoBank einen Zinsüberschuss in Höhe von 694,0 Mio. Euro, der 7,3 Prozent über dem Vorjahreswert lag (2011: 646,7 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Kreditgeschäft sowie aus Absicherungsmaßnahmen, die die Bank gegen Niedrigzinsphasen getroffen hat. Bei den Kundeneinlagen konnte die Bank beim Volumen einen Zuwachs verzeichnen, wenngleich die Ergebnisbeiträge von einem anhaltenden Preiswettbewerb geprägt waren.

Der Provisionsüberschuss erreichte mit 116,2 Mio. Euro annähernd das Vorjahresniveau (2011: 119,1 Mio. Euro). Hier wirkte sich insbesondere die anhaltende Zurückhaltung der Privatanleger aufgrund der EU-Schuldenkrise aus. Dessen ungeachtet konnte die Bank in der privaten Vermögensverwaltung Zuwächse bei den beratungsbezogenen Honoraren verzeichnen und das Wertpapiergeschäft mit institutionellen Kunden ausbauen.

Den Verwaltungsaufwand konnte die Bank trotz erheblicher Investitionen in die erfolgreich abgeschlossene IT-Migration auf das genossenschaftliche System bank21 und in das Zukunftsprogramm VorWERTs auf 479,7 Mio. Euro reduzieren (2011: 485,4 Mio. Euro). Beigetragen haben hierzu insbesondere die unter VorWERTs eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenoptimierung.

Das operative Ergebnis, also das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, war vorwiegend von den positiven Entwicklungen im Zinsüberschuss und im Verwaltungsaufwand geprägt. Mit 324,1 Mio. Euro lag es um 15,6 Prozent über dem Vorjahreswert (2011: 280,4 Mio. Euro).

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für Finanzinstrumente und Beteiligungen ließen sich 2012 um 26,3 Prozent auf 92,1 Mio. Euro zurückführen (2011: 125,0 Mio. Euro). Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für das Kundenkreditgeschäft lagen mit 81,3 Mio. Euro zwar über dem Vorjahreswert (2011: 65,1 Mio. Euro), im Branchenvergleich jedoch auf einem unverändert niedrigen Niveau.

Ihr Risikoprofil hat die Bank insbesondere durch den konsequenten Risikoabbau bei den strukturierten Finanzprodukten aus dem Altbestand nochmals spürbar verbessert. Hier konnte das Volumen überplanmäßig auf 1,8 Mrd. Euro (2011: 3,0 Mrd. Euro) reduziert werden.

Damit einhergehend konnte die Bank die Eigenmittelquote auf 14,4 Prozent (2011: 13,0%) und die Kernkapitalquote auf 10,4 Prozent (2011: 8,5%) erhöhen. Sie hat damit ihre Ausgangsbasis für Basel III weiter verbessert.

Die Finanzkennzahlen für 2012 finden Sie hier.