apoBank erzielt im ersten Halbjahr stabilen Jahresüberschuss

30.08.2012

  • Wachstum im Kerngeschäft fortgesetzt
  • IT-Migration erfolgreich abgeschlossen
  • Investitionen belasten operatives Ergebnis
  • Prognose 2012: Jahresüberschuss auf Vorjahreshöhe erwartet
  • Umsetzung des neuen Vertriebskonzepts in Vorbereitung

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat das erste Halbjahr 2012 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 23,5 Mio. Euro abgeschlossen und damit das Vorjahresniveau erreicht (30.06.2011: 23,5 Mio. Euro). Dem liegen zwei zentrale Entwicklungen zugrunde: Das Kerngeschäft der Bank – d. h. das unmittelbare Geschäft mit den Heilberufsangehörigen und ihren Organisationen – ist insgesamt weiter gewachsen; überlagert wurden die Zuwächse von den letztmaligen Aufwendungen für die im Frühjahr 2012 vollzogene IT-Migration sowie durch Investitionen in das Zukunftsprogramm VorWERTs, mit dem die Bank ihre Marktposition ausbauen und ihre Leistungsfähigkeit steigern will. Erwartungsgemäß blieb das operative Ergebnis, d. h. das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, mit 132,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (30.06.2011: 160,2 Mio. Euro).

Herbert Pfennig, Vorstandssprecher der apoBank: "Trotz des intensiven Wettbewerbs um unsere Klientel haben wir in den ersten sechs Monaten neue Kunden und Mitglieder für die Bank gewonnen. Das ist ein klarer Erfolg. Um diese positive Entwicklung fortzusetzen und die Effizienz der Bank zu stärken, haben wir die IT modernisiert und unser Zukunftsprogramm VorWERTs gestartet."

Der Geschäftsverlauf im Einzelnen

Die apoBank hat in der ersten Jahreshälfte 2012 ihren Zinsüberschuss auf 343,1 Mio. Euro ausgebaut (30.06.2011: 320,9 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Kreditneugeschäft, das wie ein Jahr zuvor 2,2 Mrd. Euro erreichte, und aus dem damit verbundenen erhöhten Darlehensbestand. Bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Bank in einem intensiven Wettbewerbsumfeld einen Anstieg auf 19,7 Mrd. Euro (31.12.2011: 19,3 Mrd. Euro). Belastend haben sich hier der Konditionenwettbewerb und das niedrige Zinsniveau ausgewirkt.

Die apoBank verzeichnete mit 50,6 Mio. Euro einen niedrigeren Provisionsüberschuss als im Vorjahr (30.06.2011: 58,5 Mio. Euro). In dieser Entwicklung spiegelt sich vor allem die Zurückhaltung der Privatanleger in der anhaltenden EU-Schuldenkrise wider, die branchenweit zu beobachten ist.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 245,6 Mio. Euro deutlich über dem Vergleichswert im Vorjahr (30.06.2011: 219,5 Mio. Euro). Für diesen Anstieg waren in erster Linie die planmäßigen Aufwendungen der im Frühjahr 2012 abgeschlossenen IT-Migration sowie die Investitionen für das Zukunftsprogramm VorWERTs verantwortlich.

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für das Kundenkreditgeschäft lagen bedingt durch den Anstieg des Darlehensbestands mit 38,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (30.06.2011: 33,5 Mio. Euro), jedoch im Branchenvergleich weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für Finanzinstrumente und Beteiligungen betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 53,6 Mio. Euro (30.06.2011: 61,8 Mio. Euro). Die Risikokosten für die Finanzinstrumente blieben dabei auf niedrigem Niveau. Beteiligungen haben das Ergebnis der Bank nicht belastet.

Die Eigenkapitalsituation der Bank hat sich in der ersten Jahreshälfte 2012 weiter verbessert. So lagen sowohl die Solvabilitätskennziffer, d. h. die Eigenmittelquote, als auch die Kernkapitalquote mit 13,4 % bzw. 9,0 % über dem Wert zum Jahresultimo 2011 (31.12.2011: 13,0 % bzw. 8,5 %). Bei einem Rückgang der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel auf 2,6 Mrd. Euro (31.12.2011: 2,7 Mrd. Euro), u. a. aufgrund planmäßiger Bestandsabläufe beim Nachrangkapital, war die positive Entwicklung vor allem auf den fortgesetzten Abbau der Risikoaktiva der Bank zurückzuführen. Diese konnte die Bank deutlich um 1,3 Mrd. Euro auf 19,5 Mrd. Euro reduzieren (31.12.2011: 20,8 Mrd. Euro). Hierzu hat der strategiekonforme und deutlich überplanmäßige Abbau der strukturierten Finanzprodukte wesentlich beigetragen.

Die Bilanzsumme der apoBank blieb zum Ende des ersten Halbjahres 2012 mit 38,7 Mrd. Euro (31.12.2011: 38,8 Mrd. Euro) auf dem Niveau des Jahresultimos.

Ausblick

Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet die apoBank auf Basis des Wachstums im Kerngeschäft eine Fortsetzung der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres. Damit plant die Bank einen Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2011. Dieser ermöglicht es der Bank, ihre Mitglieder am Gewinn zu beteiligen und eine satzungsgemäße Rücklagendotierung vorzunehmen.

Das Zukunftsprogramm VorWERTs wird die Bank im zweiten Halbjahr weiter vorantreiben. Im Mittelpunkt steht dabei die Umsetzung des neuen, zielgruppenspezifischen Betreuungskonzepts.

"Unsere unverwechselbare Stärke ist die Spezialisierung auf die Heilberufler. Hier kennen wir uns wie keine zweite Bank aus. Diesen Vorteil wollen wir nutzen, um unsere Marktposition auszubauen und weiter zu wachsen. Deshalb haben wir im Rahmen von VorWERTs ein neues Betreuungskonzept entwickelt, mit dem wir die Heilberufler noch besser und individueller begleiten können", so Pfennig. "Zugleich arbeiten wir daran, die Bank effizienter aufzustellen. So sind wir bestens vorbereitet, um uns auch im zunehmenden Wettbewerb zu behaupten."

Der Halbjahresfinanzbericht 2012 steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.