apoBank: 113 Mio. Euro Bilanzgewinn für 2007

13.02.2008

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) publiziert heute in Düsseldorf als vorläufige Zahlen die wichtigsten Kennziffern aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007. Der Bilanzgewinn des größten genossenschaftlichen Primärkreditinstituts erreichte mit den prognostizierten 113,4 (2006: 113,3) Millionen Euro wieder den Wert des bisher erfolgreichsten Jahres 2006. Dies ermöglicht der Bank, 65,5 Millionen Euro den offenen Rücklagen zuzuführen (2006: 65,0 Mio. Euro) und darüber hinaus eine vergleichsweise hohe Dividende von erneut 6 % an die mehr als 100.000 Mitglieder der Bank auszuschütten.

Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge stieg um 7,7 % auf rund 314 (2006: 291,6) Millionen Euro. Aus­schlaggebend hierfür war in erster Linie das klassische Kundengeschäft; insbesondere die Neu­ausleihungen blieben weiter auf hohem Niveau. Der Zinsüberschuss erreichte 507 (2006: 491,9) Millionen Euro und fiel damit um erfreuliche 3 % höher aus als im Vorjahr. Besonders positiv hat sich 2007 der Provisionsüberschuss entwickelt. Der Anstieg um rund 20 % auf 171 (2006: 142) Millionen Euro beruhte nicht zuletzt auf dem klassischen Wertpapiergeschäft mit Privatkunden. Damit wird das zinsunabhängige Geschäft immer mehr zum zweiten gewichtigen Ertragsstandbein der Bank.

Der Verwaltungsaufwand wurde um 6 % auf 378 (2006: 357,8) Millionen Euro ausgeweitet. Der Zuwachs resultiert insbesondere aus Positionen des Sachaufwands, vor allem aus Projekten zur Effizienzsteigerung. Dazu zählen die Umsetzung der MiFID, die Vorbereitung für den Konzernabschluss nach IFRS, der im Jahr 2008 erstmalig erstellt werden soll, die Migration der Wertpapierabwicklung auf ein neues, leistungsfähigeres System sowie verschiedene strategische Projekte. Ungeachtet dessen liegt die apoBank mit einer Cost-Income-Ratio von 55,4 % um 0,4 Prozent­punkte besser als im Vorjahr und erheblich besser als der Branchendurch­schnitt.

Die Risikoentwicklung im Kundenkredit-Portfolio, das rund 60 % des Gesamtportfolios aus­macht, verlief trotz strenger Beurteilung nach Basel II positiv: Im klassischen Kundenkreditgeschäft besteht ein Wertberichtigungsbedarf von rund 50 Millionen Euro - und das bei einem Kreditbestand von über 22 Milliarden Euro.

Auf dem Teil-Portfolio Finanzinstrumente wurde die Risikovorsorge unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips im Zuge der Finanzmarktkrise um rund 132 Millionen Euro erhöht. Daneben wurde noch eine Abschreibung auf ein strukturiertes Finanzmarktprodukt im Anlagevermögen in Höhe von 42 Millionen Euro vorge­nommen. Dank der guten Performance des operativen Geschäfts und der in den vergangenen Jahren gebildeten beträchtlichen Reserve-Polster kann die apoBank die Risikovorsorge ohne weiteres schultern.

Zum Jahresultimo 2007 wird die Bilanz mit rund 37 (2006: 32,95) Milliarden Euro bei einem Zuwachs von 13 Prozent ausgewiesen. Darin spiegeln sich sowohl die erfreuliche Ausweitung des Kundengeschäfts als auch Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Finanzkrise wider. Allein 2007 akquirierte die Bank 8.600 Neukunden und erhöhte damit ihre Kundenzahl auf 306.600.

Günter Preuß, Vorstandssprecher der apoBank: "Mit dem ordentlichen, ja achtbaren Ergebnis des Jahres 2007 sind wir angesichts des schwierigen Umfelds zufrieden. Von der Finanzkrise sind wir nur in überschaubarem Ausmaß betroffen; wir haben für alle erkennbaren Risiken nach konservativen Maßstäben umfassend Vorsorge getroffen. Bei aller Sorge um die weitere Entwicklung der Märkte, insbesondere im Hinblick auf die verteuerte Refinanzierung, bleiben wir für unser Haus weiterhin zuversichtlich gestimmt. Dazu trägt auch bei, dass die apoBank zum 1. Januar dieses Jahres die Pfandbrieffähigkeit erlangt hat und jetzt auf günstigere Refinanzierungsbedingungen zurückgreifen kann. Die Bank wird im laufenden Jahr an den langfristig positiven Trend anknüpfen und erfolgreich die Position als Nummer eins der Finanzdienstleister im Heilberufssektor weiter ausbauen, was auch zu einem weiteren Ausbau der Zahl unserer Mitarbeiter führen wird."