apoBank schließt Geschäftsjahr 2004 mit Rekordergebnis

Finanzdienstleister Nummer eins im Heilberufssektor

09.06.2005

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zeigt sich mit dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres sehr zufrieden. Im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz im neuen Gebäude der Hauptverwaltung in Düsseldorf wies Vorstandssprecher Günter Preuß darauf hin, dass das Betriebsergebnis in den verschiedenen Ausprägungen 2004 ein historisches Höchstniveau erreicht habe. Damit setze sich die Serie der Erfolgsmeldungen nahtlos fort, die selbst in Zeiten der Struktur- und Ertragskrise im Bankensektor nicht unterbrochen wurde.

Die Ausweitung der Kundenzahl um 14.400 auf 277.500 bildete die Basis für das anhaltend stabile Wachstum und war zusammen mit dem seit Jahren expandierenden Kreditgeschäft eine der Grundlagen für erneute Ertragsverbesserungen. "Unsere Position als Nummer eins der Finanzdienstleister im Heilberufssektor wurde auf diese Weise weiter gefestigt", betonte Preuß. Er sieht den Erfolg der apoBank als Spiegelbild ihrer klaren Strategie, der unverwechselbaren Identität und der Konzentration auf ihre Kernkompetenzen. Die Bilanzsumme der größten deutschen genossenschaftlichen Primärbank erhöhte sich 2004 im Vergleich zum Vorjahresabschluss um 6,8 Prozent auf 27,35 Milliarden Euro. Träger des Wachstums war wiederum das Kreditgeschäft: Die Nachfrage nach Darlehen zur Existenzgründung und Immobilienfinanzierung sowie für sonstige Investitionen führte zu einem Anstieg der Kundenkredite um 8,1 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Auf der anderen Seite der Bilanz nahmen die Einlagen einschließlich der verbrieften Verbindlichkeiten um 8,4 Prozent zu und erreichten 18,4 Milliarden Euro.

"Natürlich freuen wir uns über diese Zuwächse und insbesondere über das darin zum Ausdruck kommende Vertrauen der Heilberufsangehörigen in das Know-how unserer Bank", kommentierte Preuß. Aber Expansion sei kein Wert an sich. Vielmehr sei die Geschäftspolitik auf ein Ressourcen schonendes, Mehrertrag generierendes, qualitatives Wachstum ausgerichtet.

Diese Aussage wird in der Gewinn- und Verlustrechnung durch einen Anstieg des Bilanzgewinns um 18 Millionen auf 89,6 Millionen Euro konkretisiert. Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, mithin das Ergebnis des operativen Geschäfts, erhöhte sich um 30,3 Millionen auf 234,1 Millionen Euro - ein Plus von 14,9 Prozent. Ausschlaggebend für dieses erfreuliche Ergebnis war die Verbesserung des Zinsüberschusses um 46,8 Millionen auf 446,2 Millionen Euro. Dass dies vornehmlich auf das lebhafte Neugeschäft zurückzuführen ist, macht die nahezu unveränderte Zinsspanne von 1,68 (2003: 1,65) Prozent deutlich.

Beim Anstieg des Provisionsüberschusses um 10,6 Millionen auf 90,7 Millionen Euro kam insbesondere das kräftig ausgeweitete klassische Wertpapiergeschäft zum Tragen. Die Asset Management-Strategie der Bank und die vor Jahren begonnene Offensive in der Vermögensanlage trügen, so ist von Seiten der apoBank zu hören, offensichtlich Früchte. Auch zukünftig stehe der Ausbau des Wertpapiergeschäfts mit institutionellen und privaten Kunden im Fokus der Anstrengungen. Daneben war im Hinblick auf den Wegfall des Steuerprivilegs die Vermittlung von Lebensversicherungen zur Tilgung endfälliger Darlehen besonders erfolgreich.

Der Verwaltungsaufwand stieg um 26,6 Millionen auf 309,9 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür war insbesondere der Zuwachs des Sachaufwands, der vor allem durch zukunftsorientierte Projekte zur Verbesserung der Effizienz interner Prozesse und zur Weiterentwicklung der Risikosteuerung im Rahmen von "Basel II" ausgeweitet wurde. Der Zuwachs des Personalaufwands war unter anderem auch durch Neueinstellungen geprägt, die - wie schon in den Vorjahren - gegen den allgemeinen Trend vorgenommen wurden. "Dass wir diese Kostensteigerungen geschäftspolitisch verantworten und tatsächlich auch stemmen konnten, zeigt die Verbesserung der Aufwandsrentabilität von 59,2 Prozent auf 57,9 Prozent", kommentierte der Vorstandssprecher.

Das zufrieden stellende Geschäftsergebnis versetze die Bank in die Lage, eine angemessene Risikovorsorge zu treffen, ihr Eigenkapital weiter zu stärken und auch für das Geschäftsjahr 2004 eine unverändert hohe Dividende von sechs Prozent an die inzwischen mehr als 100.000 Mitglieder auszuschütten.

Mit Nachdruck unterstreicht Preuß, dass die Bank sich auf dem Erfolg nicht ausruhen wolle, sondern sich auch für das laufende Jahr sehr ambitionierte Ziele gesetzt habe. So solle die Aufwandsrentabilität weiter von 58 auf 56 Prozent verbessert, die Eigenkapitalrendite von derzeit 13,1 tendenziell weiter gesteigert und die Kernkapitalquote mit 6,7 Prozent auf hohem Niveau gehalten werden. Beim Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge sei wieder ein zweistelliger prozentualer Zuwachs geplant und - nach den bisher vorliegenden Daten der ersten fünf Monate - wohl auch realisierbar.

Die erfolgreiche Entwicklung dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die apoBank vor beträchtlichen Herausforderungen stehe, um ihr Erfolgsstory fortsetzen zu können. Denn die Branche habe nach Jahren der Nabelschau und der Kosten- wie Risikokonsolidierung den Kunden wiederentdeckt. Insofern gelte es, so Preuß, herauszustellen, dass für die Heilberufsangehörigen das Leistungsspektrum der Bank als Partner der Heilberufe ohne Alternative sei.