Pflanzen und wachsen lassen

Wer ein Vermögen aufbauen will, braucht Geduld.

Der Frühling ist die Zeit der Aussaat. Landwirte und Hobbygärtner bepflanzen ihre Felder und Beete. Bis die jungen Sprösslinge dann Früchte tragen, dauert es in der Regel allerdings einige Jahre.

In der Geldanlage sieht das oft nicht anders aus: Wer ein Vermögen aufbauen will, braucht Geduld. Aber auch hier lohnen sich die Investments langfristig – unter anderem bei Aktien.

Ein Beispiel

Der MSCI World ist ein Aktienindex, der mehr als 1.600 Aktien aus 23 Ländern enthält. Damit stellt er einen guten Spiegel der Entwicklungen an den weltweiten Börsen und in der globalen Wirtschaft dar. 2018 lief es für Anleger, die sich am MSCI World orientierten, nicht so gut: Wer zu Jahresbeginn einstieg und zum Beispiel einen Fonds mit ähnlichem Fokus wie der Aktienindex kaufte, verbuchte am Jahresende ein Minus von rund vier Prozent – der Landwirt würde von einer Missernte sprechen.

apoBank-Expertin Inga Krzeczkowska, Abteilungsleiterin Analytics & Engineering, gibt hier regelmäßig Tipps zur Geldanlage.

Anleger sollten sich ähnlich verhalten.

Davon entmutigen lassen, würde letzterer sich gleichwohl nicht, sondern darauf setzen, dass die klimatischen Bedingungen in den folgenden Jahren wieder eine bessere Ernte ermöglichen. Anleger sollten sich ähnlich verhalten. Nach einer Haltedauer von fünf bis zehn Jahren konnten die Anleger in der Vergangenheit zu über 90 Prozent einen positiven Ertrag erwirtschaften. Nach einer Haltedauer von 15 Jahren hat es bisher sogar noch nie eine negative Gesamtrendite gegeben.

Gute Renditen zu erwirtschaften, ist also in aller Regel keine schnelle Angelegenheit – was im Umkehrschluss bedeutet, dass man gut daran tut, bereits in jungen Jahren für später vorzusorgen. Denn wer sich für den behutsamen Vermögensaufbau Zeit nimmt, kann auch mal Durststrecken durchstehen.

Stand: 2/2019