Fondsauswahl: Die Qual der Wahl

Kurse schwanken

Wer einmal Aktien eines Unternehmens gekauft hat, weiß: Die Kurse von Einzeltiteln können zuweilen stark schwanken. Das kann positiv sein, wenn es nach oben geht – genauso sind aber auch kurzfristig deutliche Verluste möglich.

Eine Alternative

Wer dieses Risiko scheut, für den können Fonds eine Alternative sein. Diese kaufen viele Titel und streuen so die Risiken breit.

Angeboten werden Fonds von Fondsgesellschaften. Die Auswahl der Papiere, in die investiert wird, übernehmen dort angestellte Fondsmanager. Die Anlagegelder der Kunden wiederum werden nicht hier verwahrt, sondern als geschütztes Sondervermögen bei einer Depotbank. Kauft ein Anleger Anteile eines Fonds, werden diese ins Depot bei seiner Bank eingebucht.

apoBank-Expertin Inga Krzeczkowska, Abteilungsleiterin Analytics & Engineering, gibt hier regelmäßig Tipps zur Geldanlage.

Riesige Auswahl

Bei der Suche nach einem Fonds bietet sich Anlegern eine riesige Auswahl. So investieren Fonds nicht nur in Aktien, sondern auch in festverzinsliche Wertpapiere – oder in beides (Mischfonds). Es gibt Branchenfonds, die sich z. B. auf Gesundheitsaktien fokussieren, Themenfonds, die auf Trends wie Digitalisierung setzen, darüber hinaus Rohstoff-, Immobilien- oder Dachfonds. Letztere kaufen keine einzelnen Aktien oder Anleihen, sondern Anteile verschiedener Fonds und streuen so die Risiken noch weiter.

Des Weiteren können Anleger zwischen aktiv gemanagten oder passiven Fonds wählen. Zu den passiven Fonds zählen beispielsweise solche, die alle Titel eines Börsenindex wie dem Dax oder dem Deutscher Rentenindex Rex enthalten. Sie brauchen keinen aktiven Manager, sind deshalb kostengünstiger, bieten aber auch keine Chance auf Erträge, die über die Wertentwicklung eines Indexes hinausgehen. Einige Fonds legen erzielte Gewinne – etwa aus realisierten Kurszuwächsen bei Aktien oder Zinszahlungen bei Anleihen – gleich wieder an (thesaurierende Fonds), andere schütten diese an die Anleger aus.

Ein großes Angebot also.

Wem die Auswahl schwer fällt, dem hilft eine gute Beratung, den passenden Fonds für das persönliche Rendite-Risiko-Profil zu finden.

Stand: 07/2018