apoBank-Kolumne

Tipps zur Geldanlage.

In unserer Kolumne stellt unsere Anlage-Expertin, Inga Krzeczkowska, jeden Monat ein neues Anlagethema vor - einfach und verständlich.   

Wie die Aktie ins Depot kommt

apoBank-Expertin Inga Krzeczkowska, Abteilungsleiterin Analytics & Engineering, gibt hier regelmäßig Tipps zur Geldanlage.

Ein Anleger kauft eine Aktie, die in sein Depot gebucht wird. Soweit, so klar. Doch was genau passiert bei einer solchen Transaktion eigentlich im Hintergrund? Aktienkäufe und -verkäufe werden über eine Börse abgewickelt, an der registrierte Teilnehmer, meist Banken und Broker, für ihre Kunden handeln. Früher führten Kursmakler für jedes Wertpapier ein Orderbuch, notierten darin die eingehenden Aufträge und legten die Preise fest. Heute geht das elektronisch, in Deutschland oft über das Handelssystem Xetra der Frankfurter Wertpapierbörse.

Während Verkäufer ihre Aktie zu einem hohen Preis loswerden wollen, sind Käufer an einem günstigen Erwerb interessiert. Und die Börse möchte so viele Geschäfte wie möglich tätigen. Bei Xetra gibt es zwei Wege, alle Seiten weitgehend zu befriedigen. Im fortlaufenden Handel stellt das System ständig aktuelle Kurse und führt Aufträge aus, sobald ein passendes Gegenangebot einläuft. Bei Auktionen hingegen fasst das System alle Aufträge zusammen und ermittelt den Kurs, zu dem die meisten Käufe und Verkäufe realisiert werden können.

Wenn Auftraggeber kein Preis-Limit für ihre Order angeben, wird der Kauf oder Verkauf „bestens“ ausgeführt, also zum aktuell bestmöglichen Preis für den Kunden. Um zu verhindern, dass man eine ungünstige Phase erwischt, präzisieren viele Marktteilnehmer ihre Wünsche mit Orderzusätzen. Mit einer Limit-Order etwa definiert der Käufer einen Höchstpreis, den er zu zahlen bereit ist; der Verkäufer setzt damit eine untere Preisgrenze fest.

Kommen Angebot und Nachfrage zusammen, führt die Börse das Geschäft sofort aus, benachrichtigt anschließend die Bank und die ihre Kunden. Die Handelsdaten gehen an eine Abwicklungsstelle, die die Bezahlung des Kaufs per Lastschrift und die Übertragung des Wertpapiers vom Depot des Verkäufers in das des Käufers veranlasst – ein Prozess, der höchst effizient ist und deshalb in Sekundenschnelle täglich tausendfach ablaufen kann.