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Nach dem roten Oktober an der Wall Street: Kein Bärenmarkt in Sicht. (16.11.2018)


12.10.2018 – My trade war, your problem!

Es gibt nur wenige Dinge, in denen sich Ökonomen so einig sind, wie in der Schädlichkeit von Handelskriegen. Entsprechend wäre es nur gerecht, wenn die Märkte die aggressive Handelspolitik von US-Präsident Trump mit Kursabschlägen auf US-Werte sanktionieren würden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Während die meisten anderen Aktienmärkte seit Jahresbeginn mit leichten Verlusten vor sich hin dümpelten, erreichten US-Aktienindizes neue Allzeithochs.

Ein wichtiger Grund für diese Divergenz liegt darin, dass die USA über einen extrem großen Binnenmarkt und eine vergleichsweise niedrige Exportquote verfügen. Entsprechend gering sind die Schäden, die die Vergeltungszölle anderer Wirtschaftsräume auf die US-Unternehmen haben können. Da die USA gleichzeitig der weltweit größte Importeur sind und für die meisten anderen Länder eine wichtige Nachfragequelle darstellen, sitzen sie am längeren Hebel. Aber auch noch andere Faktoren sind für die überragende Wertentwicklung von US-Aktien verantwortlich. Während sich in Deutschland und im Euroraum die Konjunkturentwicklung innerhalb der letzten Monate deutlich abkühlte, entwickelte sich die US-Wirtschaft weiterhin hervorragend. Und, last but not least, führte die von Trump zum Jahreswechsel durchgeführte Steuerreform zu einer gewaltigen Entlastung der US-Unternehmen. Eine Abkehr von Trumps schädlicher Handelspolitik ist daher frühestens zu erwarten, wenn seine Wähler die durch die Importzölle steigenden Preise bemerken.


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