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Nach dem roten Oktober an der Wall Street: Kein Bärenmarkt in Sicht. (16.11.2018)


16.11.2018 – Italiens Haushaltsentwurf verschreckt EU-Kommission und Anleger.

Der anhaltende Haushaltsstreit zwischen Italiens populistischer Regierung und der EU-Kommission ist an den Finanzmärkten nicht spurlos vorbei gegangen. Die zur Schau gestellte geringe Kompromissbereitschaft der Regierungsvertreter in Rom hat in den letzten Wochen große Verunsicherung bei Investoren ausgelöst und zu einem massiven Verkauf italienischer Staatsanleihen geführt. Mit den fallenden Anleihekursen sind die Renditen über sämtliche Laufzeiten deutlich nach oben gesprungen. In der Folge haben sich auch die Renditeabstände zu deutschen Bundesanleihen kräftig ausgeweitet und liegen nun auf einem so hohen Niveau wie zuletzt vor mehr als vier Jahren. Auch wenn die derzeitige Lage äußerst angespannt ist und sich ein rascher Ausweg aus dem italienisch-europäischen Disput nicht andeutet, gibt es auch Positives festzuhalten. Denn bislang sind keinerlei nennenswerte Ansteckungseffekte in der europäischen Peripherie zu erkennen. Darüber hinaus ist in der kurzen Frist auch nicht mit negativen Effekten auf die italienische Wirtschaft zu rechnen. Der Haushaltsstreit dürfte sich in den kommenden Wochen fortsetzen und womöglich sogar noch verschärfen. Und zwar solange, bis die Finanzmärkte in Form höherer Renditeaufschläge ihre disziplinarische Wirkung auf Italiens Regierung entfalten. Erst dann scheint ein Einlenken vorstellbar.


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