Beruf Psychologischer Psychotherapeut:
So sehen Karrierewege der Psychologischen Psychotherapeuten/innen* aus

Beruf Psychologischer Psychotherapeut:
So geht es nach dem Studium weiter

Das Studium beenden Psychologie-Studierende mit dem Master of Science. An das Studium schließt sich die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an, die drei (Vollzeit) oder fünf Jahre (Teilzeit) andauern und in einer Hochschule oder einer anderen staatlich anerkannten Einrichtung absolviert werden kann. Die Auswahl der Ausbildungsstätte richtet sich nach dem psychotherapeutischen Therapieverfahren (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Psychoanalyse), das erlernt werden soll.


Die Bewerbung zur Ausbildung

Die Kandidaten müssen im Bewerbungsprozess ein Anschreiben, den Lebenslauf, ein Motivationsschreiben, (vorläufige) Abschlusszeugnisse und (vorläufige) Ausbildungsnachweise einreichen. Daraufhin können sie zu Bewerbungsgesprächen eingeladen werden. Wenn ein Kandidat eine Zusage für einen Ausbildungsplatz erhält, diesen jedoch nicht antritt, kann eine sogenannte „Schutzgebühr“ anfallen.


So ist die Ausbildung aufgeteilt

Die Ausbildung gliedert sich in Theorie (mindestens 600 Stunden), Praxis (mindestens 1.800 Stunden), Selbsterfahrung (mindestens 120 Stunden) und die praktische ambulante Ausbildung (mindestens 600 Behandlungsstunden) auf. Am Ende dieser Ausbildung erfolgt die staatliche Prüfung (Approbation), die sowohl mündlich als auch schriftlich bei der zuständigen Landesbehörde absolviert werden muss.


Das kostet die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

Die Kosten sind abhängig vom jeweiligen Ausbildungsinstitut und belaufen sich derzeit auf 15.000 bis 25.000 Euro. Sie müssen in der Regel von dem Psychotherapeuten in Ausbildung getragen werden. Ihm bietet sich jedoch die Möglichkeit, dass er an den Einnahmen der Praxis beteiligt wird und dadurch die Ausbildungskosten refinanzieren kann.

Angestellte Psychologische Psychotherapeuten

Wenn die Ausbildung abgeschlossen ist, finden Psychologische Psychotherapeuten eine Anstellung in ambulanten Praxen, Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), Krankenhäusern oder Beratungsstellen. Der Arbeitsalltag beinhaltet Behandlungen von seelisch erkrankten Patienten, Gesprächstherapien in Einzel- und Gruppensitzungen und die Anwendung von verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren. Dienste, wie z. B. Notdienste, übernehmen Psychologische Psychotherapeuten in der Regel nicht.

Vorteile haben die Therapeuten durch eine gute Work-Life-Balance, einen unbefristeten Vertrag sowie der Möglichkeit der Elternzeit, der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und der freien Wahl des Wohnsitzes.

Interview mit Psychologischer Psychotherapeutin Svenja Goßling

Arbeiten in einer Einzelpraxis oder in Kooperationen

Wenn sich Psychologische Psychotherapeuten für die ambulante Laufbahn entscheiden, können sie in Einzelpraxen oder Kooperationen arbeiten. Kooperationen sind in Form von Berufsausübungsgemeinschaften, Jobsharing oder in Medizinischen Versorgungszentren möglich.

Zusatzqualifikationen für Psychotherapeuten

Zusatzqualifikationen können entweder in der Gruppenpsychotherapie oder in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie erlangt werden. Inhaltlich geht es in der Gruppenpsychotherapie um Wirkfaktoren, Indikationen und Prognosen von Gruppen. Die Psychologen setzen sich außerdem mit Gruppenphasen und -dynamiken sowie speziellen Situationen und Interventionen in Gruppen auseinander.

In der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden Themen behandelt wie Kinder-, Jugendlichen- und Familienrecht, Beziehungsaufbau und -ablösung, ethische Fragen und hyperkinetische Störungen.

Gehalt und Arbeitszeit: So viel verdient ein Psychologischer Psychotherapeut

Je nach Laufbahn verdient der Psychologische Psychotherapeut sehr unterschiedlich. Für eine bessere Einordnung möchten wir Ihnen einen Überblick geben, mit was für Gehältern man bei welcher Anzahl an Wochenarbeitsstunden als Psychologischer Psychotherapeut rechnen kann.


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*Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir im weiteren Verlauf nur die männliche Form. Frauen und Diverse sind natürlich ebenso gemeint.