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Marktausblick / Termine

Hier erfahren Sie, mit welchen Entwicklungen wir in den kommenden vier Wochen an den Kapitalmärkten rechnen und welche Unternehmenstermine bzw. Veröffentlichungen volkswirtschaftlicher Daten von besonderem Interesse sind.

Einschätzung für die nächsten vier Wochen (Stand: 19.01.2012)

 

Aktien

Angesichts der gestiegenen Aktienkurse stellt sich die Frage, ob die Schuldenkrise bereits ausgestanden ist? Was die konjunktuerellen Auswirkungen angeht, sind wir der Meinung: Das Gegenteil ist der Fall. Ursache sind die drakonischen Sparprogramme in vielen EU-Ländern. Dort halten die Staaten und die Konsumenten gleichzeitig „ihre Tasche zu“. Neben Fortschritten kann es auch wieder heftige Rückschläge im Prozess zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise geben. Diese werden die Stimmung der Börsianer plötzlich wieder eintrüben.

Weil die Konjunktur wackelig bleibt und da kurzfristig keine Lösungen bei den wichtigen politischen Fragestellungen zu erwarten sind, rechnen wir weiterhin mit einer volatilen Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten.

Wer bereit ist, durch die Probleme hindurchzuschauen, dem sei eine weltweite Streuung der Aktienanlagen empfohlen. Für die USA sprechen der stabiliere Gewinntrend wie auch die aktuell bessere Konjunktur. Schwellenländer sind die langfristigen Wachstummärkte und gehören in jedes langfristig ausgerichtete Depot.

Zinsen/Renten/Konjunktur

Inzwischen wurden die volkswirtschaftlichen Erwartungen für 2013 bei vielen Instituten und Banken veröffentlicht. Die Einschätzungen für die Zeit in 12 - 24 Monaten sind wie üblich verhalten optimistisch. So wird für Deutschland eine Wachstumsbeschleunigung von 0,5 % in 2012 auf 1,5 % in 2013 erwartet. Die Einschätzung wird von Steigerungen bei den Investitionen und der Produktion getragen. Der Konsum wird in beiden Jahren bei einem Wachstum von einem Prozent gesehen.

In Euroland dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2012 um 0,3 % schrumpfen. Hintergrund sind die Rückgänge in wichtigen Ländern wie Italien, Spanien und den Niederlanden. Frankreich stagniert. 2013 werden alle wichtigen Länder wieder im Plus gesehen, insgesamt soll das Wachstum dann bei 1 % liegen. Dagegen werden für die USA bereits im laufenden Jahr 2,2 % Wachstum erwartet und 2013 noch „einen Schnaps“ mehr.

Wir erwarten, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen auf Jahressicht von derzeit knapp 2 % auf 2,5 % ansteigt.

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