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Autocallable-Zertifikate

Autocallable-Zertifikate haben eine begrenzte Laufzeit und eine von vornherein festgelegte Performance, die in der Regel mit jedem Laufzeitjahr ansteigt. Das Besondere an dieser Zertifikatsstruktur ist die Möglichkeit der verkürzten Laufzeit.

Üblicherweise wird nach jedem Laufzeitjahr verglichen, wie sich der Basiswert (Aktienindex oder Einzelaktie) im Vergleich zum Emissionszeitpunkt verändert hat. Sollte gleich am ersten Betrachtungsstichtag festgestellt werden, dass der Index zumindest gleich geblieben ist, wird das Zertifikat fällig und der Kunde erhält sein Kapital sowie die festgelegte Rendite ausgezahlt. Sollte der Index im Vergleich gefallen sein, läuft das Zertifikat weiter bis mindestens zum nächsten Betrachtungszeitpunkt. Sofern der Basiswert dann mindestens dem Stand zum Emissionszeitpunkt entspricht, wird das Zertifikat dann fällig und mitsamt der Rendite zurückgezahlt. Diese Vorgehensweise ist in allen noch folgenden Laufzeitjahren identisch. Im letzten Jahr gilt meist darüber hinaus noch ein Sicherheitspuffer, der die Rückzahlung des eingezahlten Kapitals auch bei insgesamt gefallenem Aktienmarkt sichert. Liegt dieser Puffer beispielsweise bei 50%, kann der Basiswert während der Laufzeit um bis zu 49,99% fallen und der Anleger erhält trotzdem sein eingezahltes Kapital vollständig zurück gezahlt. Eine schematische Darstellung des Ablaufs eines Autocallable-Zertifikates finden Sie im Folgenden.

Autocallable-Zertifikate

Variationen

Die Autocallable-Struktur ist eine sehr variable Zertifikatsstruktur, die unter verschiedenen Namen am Markt zu finden ist und die in einzelnen Ausgestaltungsmöglichkeiten durchaus sehr stark differieren kann. So kann man Express-, Side-Step-, Zanonia- und viele andere Zertifikate kaufen, die alle die Autocallable-Struktur beinhalten. Unterschiede kann es natürlich bei der Wahl des Basiswertes geben, nahezu alle vorstellbaren Basiswerte können dafür genommen werden. Auch kann es Variationen bei der Rückzahlung geben. So gibt es am Markt verschiedene Zertifikate, die nach dem ersten Laufzeitjahr auch zurückgezahlt werden, wenn der Basiswert bis zu einem vorab definierten Prozentsatz gefallen ist. Weiterhin gibt es auch Strukturen, bei denen das Nichterreichen des Sicherheitspuffers im letzten Laufzeitjahr nicht nur zur Rückzahlung des eingezahlten Kapitals sondern auch zur Auszahlung der Kupons für die komplette Laufzeit führt.

Fazit

Autocallable-Zertifikate sind konservative Anlageprodukte, die sich insbesondere für stagnierende oder leicht steigende Aktienmärkte eignen. Die große Auswahl an unterschiedlichen Ausgestaltungen dieser Struktur bieten nahezu jedem Anleger eine interessante Möglichkeit der Kapitalanlage. Insbesondere die überschaubare und unter Umständen sogar verkürzte Laufzeit sowie die vorab feststehende Rendite machen diese Struktur bei vielen Anlegern sehr beliebt. Allerdings bleibt festzuhalten, dass gerade die vorab festgelegte Rendite auch einen Nachteil mit sich bringt: an einer positiven Entwicklung des Basiswertes wird über den festgelegten Zinssatz hinaus nicht partizipiert. In der Erwartung steigender Märkte empfehlen sich also andere Anlagemöglichkeiten wie z.B. die Outperformance- oder Bonuszertifikate.

In der nächsten Ausgabe des Lexikon der Zertifikate stellen wir Ihnen die Schmetterlings- Struktur vor, die sowohl in steigenden als auch in moderat fallenden Märkten ihre Reize hat.

Lexikon der Zertifikate Teil 4 Download

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